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Nach drei pandemiebedingt digitalen Semestern startet der Studienbetrieb wieder überwiegend in Präsenz

Die HKA startet in das Wintersemester 2021/22

28. September 2021

Neuzulassungen

Zu Beginn des Wintersemesters begrüßte Rektor Prof. Dr. Frank Artinger am heutigen Dienstag, 28. September 2021, rund 70 der 1.594 neu immatrikulierten Studierenden in der Hochschulaula persönlich und aus Gründen des Gesundheitsschutzes den weitaus größeren Teil digital per Livestream. Von den neu Immatrikulierten haben sich 17 in höhere Fachsemester eingeschrieben, 33 in das Orientierungssemester OSKAR, neun in das gemeinsame Orientierungsprogramm TWIN! mit der IHK (Berufsausbildung/Studium) und 59 sind Austauschstudierende ausländischer Partnerhochschulen. Besonders erfreulich ist damit das gegenüber dem vorangegangenen Wintersemester deutlich gestiegene Interesse an diesen Orientierungsangeboten und von Austauschstudierenden aus den Partnerhochschulen.

Rückkehr zur Präsenzlehre

„Nach drei durch Online-Lehre geprägten Semestern ist nun eine Rückkehr auf den Campus von großer Bedeutung – Studium ist mehr als die Vermittlung von Wissen!“, betont Rektor Prof. Dr. Frank Artinger. „Studieren heißt auch gemeinsam lernen, Ideen tauschen und Freundschaften schließen. Das alles wird nun wieder möglich sein, wenn unsere Studierenden erstmals seit drei Semestern nahezu vollständig auf dem Campus sein werden“. Alle am Studienbetrieb Beteiligten (Studierende, Lehrende, am Vorlesungs- und Übungsbetrieb Mitwirkende) müssen hierzu die 3G-Regeln (geimpft, genesen oder getestet) erfüllen. Um den Studierenden und Beschäftigten sowie ihren Angehörigen zu Semesterbeginn noch eine niedrigschwellige Impfmöglichkeit anzubieten, wird die HKA in Kooperation mit einer Hausarztpraxis und einer Apotheke am 01.10.2021 einen weiteren Impftermin auf dem Campus anbieten.

Das Wintersemester stellt die erzielten Erfolge der Digitalisierung in der Lehre jedoch nicht in Frage – im Gegenteil, eine geplante empirische, hochschulweite Umfrage wird uns im Verlauf der Konsolidierungsphase im Wintersemester 2021/22 Erkenntnisse liefern, wann, wie und in welchem Umfang abhängig vom Fachgebiet das beste Setting zwischen Präsenz und ergänzender Online-Lehre erzielt wird. Die skizzierten Planungen stehen natürlich unter dem Vorbehalt einer veränderten Pandemie-Lage.

Aktuelle Informationen zum Schlagwort Coronavirus und unserem Umgang damit finden alle Interessierten auf unserer Webseite: www.hs-karlsruhe.de/coronavirus.“

Gesamtzahl

Mit 7.174 erreicht die Gesamtzahl der Studierenden nicht mehr ganz den Stand des vorangegangenen Wintersemesters.

Bewerbungen/Auslastung

Zum Wintersemester 2021/22 gingen auf unsere 1.332 Bachelorstudienanfängerplätze 5.535 Bewerbungen ein. Die Anzahl der Bewerbungen lag damit circa 16 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum – „das ist eine Beobachtung, die an sehr vielen
HAWen des Landes geteilt wird“, so Rektor Artinger. An der HKA entspricht dies 4,2 Bewerbungen pro Studienplatz. Die begehrtesten Bachelorstudiengänge waren in der aktuellen Bewerbungsrunde Architektur mit 13,5 Bewerbungen pro Platz (661/49), Medieninformatik mit 9,3 Bewerbungen pro Platz (280/30) und Bauingenieurwesen mit 8,5 Bewerbungen pro Platz (383/45). Insgesamt haben 1.136 Studierende ihr Bachelorstudium begonnen.

Die Bewerberzahl für die 336 verfügbaren Plätze im Masterbereich liegt mit 1.280 ungefähr auf Vorjahresniveau, das entspricht 3,8 Bewerbungen pro Studienplatz. Die begehrtesten Masterstudiengänge waren International Management mit 7,7 Bewerbungen pro Platz (176/23), Robotik und Künstliche Intelligenz in der Produktion mit 5,7 Bewerbungen pro Platz (91/16) sowie Maschinenbau mit 5,5 Bewerbungen pro Platz (110/20). Mit 340 Studienplatzannahmen in den Masterstudiengängen wird an der HKA eine Auslastung von 101 % erzielt.

Zwei neue Masterstudiengänge

Mit den Masterstudiengängen „Robotik und Künstliche Intelligenz in der Produktion“ und „Elektromobilität und Autonome Systeme“ starten zum aktuellen Wintersemester zwei neue Studiengänge.

Der Grad an Digitalisierung nimmt in nahezu allen Lebensbereichen ständig zu. Dies gilt insbesondere auch für die Fabrik der Zukunft. Die Nachfrage an Expertinnen und Experten in der Robotik und künstlichen Intelligenz ist deswegen entsprechend hoch, besonders bei Unternehmen mit hohem Automatisierungsgrad. Zum aktuellen Wintersemester konnte an der HKA der fakultätsübergreifende (Fakultäten für Maschinenbau und Mechatronik, Elektro- und Informationstechnik, Wirtschaftswissenschaften) Masterstudiengang „Robotik und Künstliche Intelligenz in der Produktion“ eingerichtet werden, der in drei Semestern technische Inhalte aus der Automatisierungstechnik und industriellen Robotik behandelt. Studierende lernen dabei, wie sich neue Problemstellungen effektiv mit den Methoden der künstlichen Intelligenz lösen lassen. Der Studienplan sieht u. a. Fächer vor wie Künstliche Intelligenz (KI) in der Produktion, Roboterprogrammierung, Safety in Automation and Robotics, Robogistics – Roboter in der Logistik, Flexible Robotersysteme sowie Virtual Reality.

Für die kommenden Jahre wird ein weltweiter Wandel hin zur klima- und umweltfreundlichen, ressourcenschonenden und effizienten Mobilität erwartet. Elektromobilität ist dabei ein wichtiger Faktor. Sie ist nicht auf das rein elektrisch angetriebene Fahrzeug, die Speichertechnologie und die Ladeinfrastruktur beschränkt, sondern beschäftigt sich auch mit dem autonomen Fahren. Im Masterstudium Elektromobilität und Autonome Systeme erfahren die Studierenden, wie elektromobile Systeme der Zukunft mit künstlicher Intelligenz ausgestattet werden. Sie setzen die Kerngedanken zu autonomen Systemen in der praktischen Ausbildung um.

Frauenanteil

2.005 der 7.174 Studierenden sind weiblich (28 %). Mit 490 unter den 1.577 Erstimmatrikulierten im 1. Fachsemester liegt der Frauenanteil bei 31,1 %. Das Interesse von Frauen an der HKA ist damit im Vergleich zum Vorjahr noch weiter gestiegen.

Internationales

Von den 1.577 Erstimmatrikulierten im 1. Fachsemester stammen 202 aus dem Ausland, ein Anteil von 12,8 % – das entspricht gegenüber den vorangegangenen Wintersemestern einem höheren Wert. Insgesamt studieren an der Hochschule 913 ausländische Studierende. Das bedeutet einen Anteil von 12,7 %. Dieser Wert entspricht in etwa dem Anteil der vergangenen Semester.

Die HKA verfügt über einen hohen Internationalisierungsanteil innerhalb des Studiums, rund 40 % ihrer Absolventen kann über Auslandssemester, Praktisches Studiensemester oder die Anfertigung der Abschlussarbeit an einer Partnerhochschule internationale Studienerfahrungen vorweisen. In manchen Studienangeboten wie beispielsweise im International Management ist ein Auslandsaufenthalt auch fester Bestandteil. Möglichkeiten zu solchen Auslandsaufenthalten bieten sich den HKA-Studierenden an mehr als 170 internationalen Partnerhochschulen sowohl in den Leitmärkten Nord-, Mittel- und Südamerikas als auch in den Wachstums- und „Boom“-Regionen wie Südostasien – auch wenn dieser Austausch aktuell pandemiebedingt häufig online erfolgt und persönliche Reisen nur eingeschränkt möglich sind.

Bei der Internationalisierung kann die Hochschule Karlsruhe auch mit neuen Errungenschaften aufwarten. Über das Projekt „BA.International@HKA“ hat sie im Programm „HAW.International“ den Zuschlag erhalten und kann so in den nächsten vier Jahren Internationalisierungsmaßnahmen für etwa 1 Mio. Euro umsetzen. Im Fokus stehen der Aufbau von praxisorientierten Studienangeboten mit internationalen Kooperationspartnern und die Entwicklung von innovativen und insbesondere auch digitalen Mobilitäts- und Austauschformaten.

Mit „IngEnium“ war ein zweiter Antrag der HKA erfolgreich, der zu ihrer weiteren Internationalisierung beiträgt. Das DAAD-Projekt läuft im Rahmen der Ausschreibung „Europäische Hochschulnetzwerke“ und ermöglicht die Entwicklung weiterer digitaler und hybrider englischsprachiger Lehr- und Lernformate in Kooperation mit renommierten ausländischen Partneruniversitäten. Somit wird man auch auf unserem Campus in Karlsruhe zunehmend international studieren können.

Forschung

2010 wurden an der Hochschule in Projekten der angewandten Forschung rund 4,9 Mio. Euro umgesetzt, 2020 stieg dieses Volumen auf rund 9,8 Mio. Euro. Die Hochschule Karlsruhe zählte damit zu den drittmittelstärksten HAWen in Baden-Württemberg. Aktuell werden 101 Promotionsvorhaben kooperativ an der Hochschule Karlsruhe betreut und 15 Doktorandinnen und Doktoranden konnten 2020 ihre Promotion erfolgreich abschließen. 

„Die angewandte Forschung ist ein zentrales Element im Profil unserer Hochschule“, so Prof. Dr. Franz Quint, Prorektor für Forschung, Kooperationen und Qualitätsmanagement, „die wir in enger Kooperation mit Industrie und Wirtschaft konsequent weiterverfolgen und ausbauen. Von besonderer Bedeutung ist dabei für uns auch die enge Verbindung von Forschung und Lehre, denn so werden unsere Studierenden mit den neuesten Methoden und Technologien vertraut, können häufig während ihres Studiums schon in Forschungsprojekten selbst mitarbeiten und werden so für viele Unternehmen begehrte Nachwuchskräfte, die in den Betrieben gerne für die Einführung von Innovationen und neuen Technologien eingesetzt werden.“

Rankings

Dass die Hochschule in der praxisorientierten Ausrichtung ihrer Lehre sehr erfolgreich ist, belegt seit Jahren auch ihr gutes Abschneiden im Hochschulranking der WirtschaftsWoche. Dazu wurden von dem Beratungsunternehmen Universum etwa 500 Personalchefs von Unternehmen gefragt, von welchen Hochschulen sie am liebsten Mitarbeiter rekrutieren – welche Hochschulen also am besten für die Bedürfnisse ihrer Unternehmen ausbilden. Der Schwerpunkt des Rankings liegt damit ganz bewusst auf der Praxisrelevanz der Hochschulausbildung.

Im Wirtschaftsingenieurwesen zählt die Hochschule Karlsruhe nach Ansicht der Personalmanager mit einem hervorragenden Platz 3 bundesweit zu den drei Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen), die ihre Absolventen am besten auf den Beruf und damit auf die Karriere vorbereiten. In Wirtschaftsinformatik und Informatik erreicht sie jeweils einen sehr guten 7. Rang und in Maschinenbau und Elektrotechnik belegt sie Platz 8. Mit diesem Ergebnis zählt die HKA in fünf der sechs bewerteten Disziplinen bundesweit zu den Top 10. In der Summe ist die HKA aus Sicht der Personalverantwortlichen damit eine der fünf besten Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) in Deutschland.

Mit mehr als 300 untersuchten Hochschulen und mehr als 120.000 befragten Studierenden ist das CHE-Hochschulranking eines der umfassendsten und detailliertesten Rankings im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr wird im CHE-Hochschulranking ein Drittel der Fächer neu bewertet. 2021 war die Hochschule Karlsruhe mit ihren Studienangeboten in der Informatik vertreten und konnte gleich mehrfach Platzierungen in der Spitzengruppe erreichen.

Nimmt man zu den Ergebnissen des aktuellen Rankings auch die für weitere Studiengänge der HKA aus den Vorjahren (2020 und 2019) hinzu, zeigt sich, dass sie bundesweit zu den Top-Adressen zählt. 2020 hatten die Angebote in Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen jeweils in beeindruckenden vier Kategorien einen Platz in der Spitzengruppe erreicht. Spitzenergebnisse hatte die Hochschule 2019 mit sechs weiteren Studiengängen erzielt: Architektur, Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Fahrzeugtechnologie, Mechatronik und Maschinenbau.

Und erst vor wenigen Tagen wurden die Ergebnisse des internationalen Hochschulrankings U-Multirank veröffentlicht, das von der EU gefördert wird und bei dem die HKA unter den fast 2.000 evaluierten Hochschulen aus 96 Ländern zu einer der der wenigen Hochschulen für angewandte Wissenschaften aus Baden-Württemberg zählt. Erneut erreichte sie dabei Spitzenwerte in Bezug auf die Internationalität, Lehre, Forschung, Einbettung der Hochschule in die Region sowie in der Kategorie Wissenstransfer. Insgesamt fünf Bestnoten in diesen Kategorien sowie drei weitere gute Bewertungen in den Kategorien Internationalität und Forschung zeigen, dass sich die Hochschule auf einem sehr guten Weg bei der Erreichung ihrer strategischen Ziele befindet.

„Solche Ergebnisse in diesen und auch weiteren renommierten Hochschulrankings“, betont Rektor Artinger, „bestätigen uns immer wieder die hohe Qualität unserer Studienangebote, die wir insbesondere durch eine enge Verzahnung von Lehre und angewandter Forschung erreichen.“

Campusentwicklung

Die Baulücke durch den Rückbau des Gebäudes P am Eingang zur Hochschule macht auch für Passanten an der Moltkestraße sichtbar, dass sich an der Hochschule auch in der baulichen Entwicklung einiges tut. Aktuell liegt der Schwerpunkt dieser Tätigkeiten auf dem Masterplan für einen zeitgemäßen und nachhaltigen Stadtcampus, mit dem seine außergewöhnlichen Potenziale aktiviert werden, um zukunftsweisende Neubauten zu errichten, Freiflächen aufzuwerten und emissionsfreie Mobilität zu stärken. Da die Umsetzung des Masterplans ein Langzeitprojekt ist, wird die Hochschule einen Teil ihres Flächenbedarfs mit einer neuen Anmietung kurzfristig decken. Zum aktuellen Wintersemester kann die HKA den Bezug ihrer neuen Räumlichkeiten am Linder Technologie-Campus – HKA Campus 2030+ im Technologiepark Karlsruhe abschließen. Insgesamt bringt diese langfristige Anmietung der Hochschule ca. 2.500 m² zusätzliche Fläche. Vor wenigen Monaten konnte das Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung, in dem die Angebote der Hochschule zur internen wie auch externen beruflichen Weiterbildung gebündelt werden, dort ihre neuen Räume beziehen. Weitere Einrichtungen der Forschung, der Robotik und des Entrepreneurships sind schon gefolgt und auch ein fakultätsübergreifendes Reallabor für eine moderne, anwendungsorientierte, akademische Arbeitswelt in Forschung und Lehre findet dort seine Heimat. Die Hochschule wird dort innovative Studien- und Arbeitswelten erproben und die Erkenntnisse als Blaupause für die künftige Campusentwicklung verwenden.

Veranstaltungen

  • 07.10.2021: Akademische Jahresfeier (online)
  • 25.–29.10.2021: CareerContacts21. Firmenkontaktmesse auf dem Campus und virtuell
  • 2.11.–5.11.2021: Probestudium in den Herbstferien
  • 17.11.2021: Campustag. Einblick Studium – Ausblick Beruf

 

Kontakt

Presse und Kommunikation
Holger Gust

Tel.: +49(0)721 925-1016
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weiterführende Links

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