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Prof. Dr. Stephan Seiter (FDP), MdB, zu Gast an der HKA

Neben der Vorstellung der Hochschule Karlsruhe (Die HKA) und ihrem Forschungsprofil waren vor allem die Gewinnung von MINT-Studierenden und der Technologietransfer Gegenstand der Gespräche

29. Juli 2022

Am gestrigen Donnerstag, 28. Juli 2022, war Prof. Dr. Stephan Seiter (FDP), Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Waiblingen und Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Forschung, Technologie und Innovation zu Gast an der Hochschule Karlsruhe (Die HKA). Neben der Vorstellung der HKA und ihrem Forschungsprofil waren vor allem die Gewinnung von MINT-Studierenden und der Technologietransfer Gegenstand der Gespräche.

Rektor Prof. Dr.-Ing. Frank Artinger und Prof. Dr.-Ing. Franz Quint, Prorektor für Forschung, Kooperationen und Qualitätsmanagement, stellten die HKA mit ihrem Studien- und Forschungsprofil vor. Der MINT-Anteil der Studierenden an der HKA sei mit 82 Prozent besonders hoch, erläuterte der Rektor. Leider träfe das allgemein abnehmende Interesse an MINT-Studiengängen in Baden-Württemberg auch die HKA, die wie viele andere Hochschulen sinkende Bewerberzahlen verzeichnet. Um dem entgegenzuwirken, habe die HKA bereits einige Programme an der Schnittstelle Schule-Hochschule aufgesetzt, die das Interesse an MINT-Fächern wecken und stärken sollen wie beispielsweise das Programm InspirING®, wo Studierende und Professoren spannende naturwissenschaftliche Versuche in Schulen vor Ort durchführten. Auch die Einrichtung von Orientierungssemestern und Unterstützungsangeboten in der Studieneingangsphase sollen Schulabgängern die Entscheidung für ein MINT-Studium erleichtern. „Es braucht jedoch ein breites Bündnis von Hochschul- und Wirtschaftsorganisationen“, betont Rektor Artinger abschließend, „um dem aktuellen Abwärtstrend effektiv entgegenzuwirken, denn die Ingenieurwissenschaften sind ein wesentlicher Schlüssel für den Erfolg des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Baden-Württemberg.“

Prorektor Prof. Dr-Ing. Franz Quint gab im Anschluss einen Überblick über wichtige Kennzahlen der Forschung an der HKA und ihre Forschungsschwerpunkte. Als Beispielprojekte stellte er das im Bereich des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit im Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik durchgeführte EU-Projekt SophiA vor. Zusammen mit Partnern aus mehreren europäischen Ländern sowie Hochschulen, Firmen und Regierungsorganisationen aus Sub-Sahara-Ländern erarbeiten die Karlsruher Forscher Lösungen für die autarke Energie- und Wasserversorgung von medizinischen Einrichtungen. Zusammen mit einem weiteren, kürzlich bewilligten EU-Projekt, bei dem die HKA ebenfalls Konsortialführerin ist, erhalte die Hochschule rund 4 Millionen Euro zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur und der Lebensmittelversorgung in Afrika.  Als weiteren Leuchtturm in der Forschung nannte der Prorektor die Aktivitäten der HKA im Schwerpunkt „Nachhaltige Mobilität“. Neben der BMDV-Stiftungsprofessur Radverkehr und dem Baden-Württemberg Institut für Nachhaltige Mobilität sei hier vor allem das Verbundprojekt move.mORe (Nachhaltige Mobilität in der Oberrheinregion) zu nennen, das gemeinsam mit der Hochschule Offenburg zum Ausbau des Technologietransfers durchgeführt und von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert werde.

Für Prof. Dr. Stephan Seiter erfüllen die vorgestellten Projekte „eines der wichtigsten Ziele unserer im Koalitionsvertrag vereinbarten Forschungspolitik, die Deutschlands technologische Souveränität wiederherstellen will. Ich freue mich, dass ich an der HKA Spitzenforschung kennenlernen durfte und habe gern die weitere Unterstützung der FDP auf dem Weg in eine technologisch erfolgreiche Zukunft zugesagt.“

Zu den „Leuchtturmprojekten“ in der Arbeit des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zählt Prof. Dr. Seiter die neue Deutsche Agentur für Transfer und Innovation, kurz „DATI“, mit der „ein zentrales Anliegen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt wird“. Über deren Aufgaben tauschte er sich mit seinen Gesprächspartnern aus und es bestand Einigkeit darin, dass es sich hier um ein erfolgsversprechendes Vorhaben handelt. Die Agentur ist dafür gedacht, soziale und technologische Innovationen insbesondere an den Hochschulen und Universitäten in Zusammenarbeit unter anderem mit Start-ups, KMU sowie sozialen und öffentlichen Organisationen zu fördern. Gemeinsam erörterten sie die im April dieses Jahres vom BMBF veröffentlichten Eckpunkte zur Ausgestaltung der Agentur sowie die Vorschläge dazu aus Sicht der HKA sowie des Hochschulverbands der HAWtech. Neben der HKA gehören der Allianz die Fachhochschule Aachen, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die Hochschulen Esslingen und Darmstadt sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden an.

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