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Fulminanter 3. Platz bei der Formula Student Deutschland

Das Team Highspeed Karlsruhe der HKA überzeugte auf dem Hockenheimring vor allem in den Disziplinen Endurance und Skid Pad

23. August 2021

Bereits Ende Juli konnte das Team Highspeed Karlsruhe beim internationalen Konstruktionswettbewerb in Österreich mit einem vierten Platz in der Gesamtwertung sein Können unter Beweis stellen. Nun schafften es die Studierenden der HKA in der vergangenen Woche beim Wettbewerb in Deutschland auf das Siegerpodest. Mit dem 3. Platz in der Gesamtwertung in der Kategorie ‚Verbrennungsmotor‘ belohnten sie sich für ihre Arbeit und Mühen in den vergangenen Monaten. Herausragende Erfolge in den Einzeldisziplinen erreichte das Teams mit dem 2. Platz in der Endurance, dem Ausdauerrennen über 22 km, sowie mit dem 1. Platz beim Skid Pad, bei dem die Querbeschleunigung getestet wird. Nach einem erfolgreichen 2. Platz im Skid Pad in Österreich nutzte das Team die Zwischenzeit für weitere Optimierungen, etwa beim Reifendruck, beim Fahrwerk und an den Federn. „Das Skid Pad ist für uns eine Art Paradedisziplin, bei der wir in den letzten Jahren schon immer vorne mit dabei waren. Doch noch nie haben wir den 1. Platz geholt", freut sich der studentische Team Captain Jassin Neuscheler vom Studiengang Fahrzeugtechnologie über den Erfolg. „Vor allem freuen wir uns für unseren Skid-Pad-Fahrer Sven Helms, der nach fünf Jahren in dieser Disziplin bei der Formula Student nicht mehr antreten darf und der nun mit einem krönenden Abschluss belohnt wird.“

Nachdem im vergangenen Jahr die Formula Student pandemiebedingt abgesagt werden musste, findet der internationale studentische Konstruktionswettbewerb in diesem Jahr unter strengen Coronaauflagen wieder statt. Von insgesamt rund 40 Teammitgliedern der HKA konnten nur acht Personen bei den dynamischen Wettkämpfen am Hockenheimring teilnehmen und sich vor Ort um das Auto kümmern. Die statischen Events fanden dagegen online statt.

„Es war für alle Teilnehmer eine richtige Herausforderung, mit so wenigen Personen die technischen Abnahmen vorzubereiten und auftretende Probleme zu beheben“, so Jassin Neuscheler. „Aber Corona hat uns auch stärker zusammengebracht, weil sich alle wegen der geringen Personenanzahl gegenseitig noch mehr geholfen haben als sonst, obwohl man ja eigentlich Konkurrent ist. Aber das macht eben auch die Formula Student aus, wir haben das sehr genossen.“

Formula Student Deutschland

Insgesamt nahmen am Wettbewerb vom 16. bis 21. August 2021 in der Kategorie ‚Verbrennungsmotor‘ 23 Teams u. a. aus Deutschland, Spanien, Italien, Polen, Österreich und Frankreich teil. Der diesjährige Gesamtsieg ging an die Hochschule Esslingen. Beim internationalen studentischen Konstruktionswettbewerb Formula Student geht es nicht nur darum, einen schnellen Rennwagen zu bauen. Geschwindigkeit ist nur ein Aspekt, der bewertet wird. Genauso wichtig sind Beschleunigungs- und Bremsleistung sowie Konstruktion, Gewicht und die kalkulierten Produktionskosten.

Besonderheiten der Konstruktion des F-115

Für diese Saison trat das Team mit einem neuen und gegenüber dem Vorjahr in einigen Punkten modifizierten Fahrzeug an: Zur komplett neu entwickelten Karosserie aus Kohlefasern (CFK) kam ein weiter verbessertes Fahrwerk mit geänderten Feder-Dämpferelementen und Stoßdämpferaufnahmen an der Karosserie. Um die Strömungsverhältnisse am Fahrzeug zu optimieren, wurden viele zeitintensive rechnergestützte Simulationen durchgeführt, die – im Vergleich zum Vorjahresfahrzeug – zu einem aufwendigeren Aeropaket führten. Zur Steigerung der Motorleistung wird der Bolide statt mit Superbenzin mit E85 betrieben. Gleichzeitig wird dadurch die Brennraumtemperatur gesenkt und dadurch die Motorkühlung erleichtert. Die Verwendung des Kraftstoffs wurde durch einen eigens für diesen Motor an der Hochschule entwickelten Prüfstand ermöglicht. Über diesen lassen sich alle Betriebszustände des Motors testen und so der Antriebsstrang optimieren, um mit möglichst geringem Spritverbrauch fahren zu können. Wie in jedem modernen Entwicklung- und Produktionsprozess wurde das komplette Fahrzeug mithilfe von CAD-Systemen als Modell im Rechner erzeugt. So entstanden nicht nur die benötigten Fertigungsdaten, sondern auch die Simulation und Berechnung der verschiedenen Bauteile und Funktionen wurde ermöglicht. Im Anschluss wurden die Bauteile individuell hergestellt und getestet.

 

Kontakt

Presse und Kommunikation
Cordula Boll

Tel.: +49(0)721 925-1014
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weiterführende Links

Voller Erfolg bei der Formula Student in Österreich (Presseinfo vom 3. August 2021)