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Was ist Eyetracking?

Eyetracking erlaubt die Blickbewegungen von Menschen zu erfassen und auszuwerten. Die Blickbewegungen geben Aufschluss über die Verarbeitung visueller Informationen und erlaubt einen Einblick in die kognitiven Prozesse von Personen. Eyetracking ist eine etablierte Methode um Userinterfaces zu evaluieren und wird darüber hinaus seit einigen Jahren am Institut erfolgreich in Verkehrsstudien eingesetzt.

Was ist das Besondere am Eyetracking?

Mit Eyetracking kann man durch die Augen der Testpersonen sehen. Es ermöglicht Aussagen über psychologische Prozesse, wie zum Beispiel Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, welche von Testpersonen in der Regel nicht kommentiert und vielleicht noch nicht einmal selbst wahrgenommen werden.

Eyetracking ermöglicht eine Auswertung ...

  • was (bzw. ob etwas) fokussiert wurde
  • wann etwas fokussiert wurde
  • wie lange etwas fokussiert wurde
  • wie häufig etwas fokussiert wurde
  • in welcher Reihenfolge etwas fokussiert wurde

Was sind die Möglichkeiten und Einsatzbereiche?

Eyetracking kann im HCI Bereich klassisch für die Evaluation von Benutzeroberflächen eingesetzt werden. Dabei ist eine Untersuchung von Webseiten, Apps aber auch Tangible User Interfaces (TUIs) möglich. Hiermit kann zum Beispiel erkannt werden, welche Elemente fokussiert werden und welche nicht. Auf Grundlage der Ergebnisse kann dann das visuelle Guiding überarbeitet werden.

Im Verkehrsbereich kann erforscht werden, wie Radfahrer, Autofahrer, Fußgänger und Co. den Straßenverkehr wahrnehmen. Es kann unter anderem überprüft werden, ob Schilder oder Lichtsignalanlagen wahrgenommen werden, welche Elemente von verkehrssicherheitsrelevantem Blickverhalten ablenken (z.B. schlechte Fahrbahnoberfläche) oder wie verschiedene Verkehrsteilnehmer miteinander interagieren. Untersuchungen sind mit unseren Eyetracking-Brillen im realen Verkehrsgeschehen möglich. Für die Untersuchung von Gefahrensituationen sind Studien in einer Simulationsumgebung möglich (Virtual Reality).