Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Zwei Personen stehen vor einer großen gebogenen Projektionsfläche im iXperience Lab und betrachten eine interaktive Visualisierung auf einer 180-Grad-Leinwand. Eine Person zeigt auf eine Karte, während sie die Anwendung erklärt. Fiona Schmidbauer
IIIX-Mitarbeiter Karl Fischer zeigt einer init-Besucherin das interaktive Spiel "Fake it till you make it" auf der 180-Grad-Leinwand des iXperience Lab

Firma init zu Besuch im iXperience Lab des IIIX

Am 12. März 2026 besuchte das Karlsruher Unternehmen init die Hochschule Karlsruhe und darunter auch das iXperience Lab des Instituts für Intelligente Interaktion und Immersive Erfahrung (IIIX). Nach zwei Semestern Renovierung öffnete das Labor erstmals wieder seine Türen für externe Gäste und präsentierte aktuelle Projekte aus den Bereichen immersive Technologien und Künstliche Intelligenz.

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Am 12. März 2026 durfte das Institut für Intelligente Interaktion und Immersive Erfahrung (IIIX) die Karlsruher Firma init  im iXperience Lab der Hochschule Karlsruhe begrüßen. Das Unternehmen ist weltweit führender Anbieter von Telematiklösungen für den öffentlichen Nahverkehr und zugleich ein regionaler Partner der HKA, unter anderem im Projekt KARL – Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe.

Für das IIIX war der Besuch ein besonderer Anlass: Nach zwei Semestern Sanierungsarbeiten, während derer das Labor für externe Gäste geschlossen bleiben musste, öffneten sich die Türen des iXperience Lab erstmals wieder für Besucher. Neben Vertreterinnen und Vertretern von init nahm auch Prof. Dr.-Ing. Franz Quint, Prorektor für Forschung, Kooperationen und Transfer der Hochschule Karlsruhe, am Rundgang durch das Labor teil.

Einblicke in aktuelle Projekte des IIIX

Die Mitarbeitenden des IIIX nutzten die Gelegenheit, um das Labor im neuen Glanz zu präsentieren und eine Auswahl aktueller Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorzustellen – darunter sowohl bewährte Publikumslieblinge als auch neue Entwicklungen.

Zu den Highlights gehörte die VR-Anwendung Super Nubibus, eine virtuelle Ballonfahrt über das historische Karlsruhe im Jahr 1834. In der immersiven Simulation erleben Besucherinnen und Besucher die Stadt aus der Perspektive eines Heißluftballons und tauchen in eine detailreiche historische Umgebung ein. Die Anwendung wurde bereits auf mehreren Ausstellungen und Veranstaltungen präsentiert und zählt zu den bekanntesten Projekten des IIIX.

Großes Interesse weckte auch der Embodied Conversational Agent (ECA) des Instituts – ein virtueller Gesprächspartner, der kontinuierlich ausgebaut wird. Entwickelt wird der ECA von Wladimir Hettmann und Thorsten Zylowski im Rahmen des Freiraum-Projekts Embodied Conversational Agents in der Lehre (ECAsL). In der aktuellen Demonstration analysierte der Agent das Outfit der Besucherinnen und Besucher und gab individuelle Tipps zu Mode und Styling. Hinter den Kulissen erkennt das System Personen, schätzt Alter und Stil ein und generiert passende Empfehlungen. Solche spielerischen Demonstrationen zeigen das Potenzial der Technologie, die künftig beispielsweise auch Studierende im Studienalltag unterstützen soll – etwa durch Informationen zum Campus, Motivation zum Lernen oder kleine Impulse für aktive Pausen.

Neue Entwicklungen im Labor

Neben den bekannten Anwendungen wurden auch aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt. Dazu gehört ein individualisierbarer Chatbot, den IIIX-Mitarbeiter Thorsten Zylowski im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei Erklärbarkeit und Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen. Anders als klassische Chatbots lässt sich dieses System nicht nur über Prompts steuern, sondern auch über auswählbare Optionen an persönliche Bedürfnisse anpassen. Nutzende können beispielsweise festlegen, wie ausführlich Antworten ausfallen oder wie Inhalte erklärt werden, und erhalten zusätzlich mehr Transparenz über die Herkunft der verwendeten Informationen. Dadurch können Menschen selbst konfigurieren, wie sie mit dem System interagieren, und gewinnen mehr Autonomie im Umgang mit KI.

Ein weiterer Publikumsmagnet war das interaktive Spiel „Fake it till you make it“, das auf der 180-Grad-Leinwand des Labors gespielt werden kann. Die Anwendung wurde im Kontext des Symposiums „Die Fabrikation der Wahrheit“ durch HKA-Studierende entwickelt und von IIIX-Mitarbeiter Karl Fischer präsentiert. In dem Spiel übernehmen die Teilnehmenden die Rolle eines Medienmanagers, die einem Firmenchef helfen soll, durch gezielte Desinformation ein Produkt besser darzustellen – und werden so spielerisch mit Mechanismen von Fake News und Manipulation konfrontiert. Beim Besuch von init tat sich das Spiel eindeutig als Publikumsliebling hervor.

Austausch und neue Impulse

Der Besuch bot eine gute Gelegenheit für Gespräche über aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, immersiven Medien und interaktiven Technologien. Gleichzeitig markierte er einen wichtigen Moment für das Institut: Nach der Renovierung kann das iXperience Lab nun wieder Besucherinnen und Besucher empfangen. Das IIIX freut sich über den gelungenen Austausch mit init sowie den Besuch von Prof. Dr.-Ing. Franz Quint und hofft, dass aus den Gesprächen neue Ideen und zukünftige Kooperationen entstehen.