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Erfolgreicher Abschluss der zweiten Runde des internationalen Forschungsprojekts IC xR-P

18 finnische, tunesische und deutsche Studierende entwickeln VR/AR-Anwendungen zur innovativen Wissensvermittlung in Bildung, Pflege und Rettungswesen

7. November 2022

Erfolgreich konnte nun die 2. Runde des internationalen Forschungsprojekts IC xR-P (International Cooperation on VR/AR Projects) abgeschlossen werden, eine Kooperation zwischen der Turku University of Applied Sciences in Finnland, dem Institut Supérieur d'Informatique et du Multimédia de Sfax in Tunesien und der Hochschule Karlsruhe (Die HKA). IC xR-P ist ein Projekt im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs für Studierende – BWS plus, einem Programm der Baden-Württemberg Stiftung. Das Projekt wird über drei Jahre mit einer Summe von 73.000 € finanziert. Es hat sich zum Ziel gesetzt, neue innovative VR/AR-Lösungsansätze (Virtual- bzw. Augmented-Reality-Lösungsansätze) für Berufsausbildungen (z. B. Pflege, Rettungswesen, Handwerk) und zur Wissensvermittlung (z. B. Schulen, Hochschulen, Museen) zu entwickeln und diese mit einer hohen Anzahl von Anwendern auf internationaler Ebene und branchenübergreifend zu untersuchen.

Studierende der internationalen Projektteams stellen ihre Ergebnisse in Tunesien vor

Die diesjährige Abschlussveranstaltung fand nun vom 17.–21.10.2022 am Institut Supérieur d'Informatique et du Multimédia de Sfax in Tunesien unter der Beteiligung von Vertreter aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik der Projektpartnerländer Deutschland, Finnland und Tunesien statt.

Hierzu haben die am Projekt beteiligten Studierenden in drei gemischten Hochschulteams, die aus jeweils zwei Studierenden aus Deutschland, Finnland und Tunesien bestehen, drei innovative und praxisorientierte VR/AR-Anwendungen in enger Zusammenarbeit mit externen Partnern aus den jeweiligen Partnerländern entwickelt und evaluiert:

  • Im Teilprojekt „AR-Installation App for the Replacement of Heating Equipment” wurde mithilfe der LiDAR-Technologie (Light Detection and Ranging) eine AR-Anwendung zur Unterstützung von Monteurinnen und Monteuren bei der Installation und dem Austausch von Heizungsanalgen in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) als Anwendungspartner entwickelt.
  • In Zusammenarbeit mit der Fakultät für „Health and Well-Being“ der Turku University of Applied Sciences wurde im Teilprojekt „VR Application for Nursing Calculations“ eine umfassende VR-Anwendung zum Trainieren von Studierenden in Pflegeberufen im Hinblick auf die Arzneimittelvorbereitung und -dosierung entwickelt.
  • Das Teilprojekt „AR/VR Application Sufetula“ wurde mit der tunesischen Nationalagentur zur Erschließung des Kulturerbes und -förderung realisiert und hat als Ziel, eine AR/VR-Anwendung zur virtuellen Rekonstruktion der antiken römischen Stadt Sufetula im westlichen Zentraltunesien zu entwickeln. Die AR/VR-Anwendung soll eine immersive virtuelle Besichtigung und damit für für die Anwender:innen schlüssiges Erleben von Sufetula ermöglichen, sodass sich die Stadt mit ihren historischen Monumenten detailgetreu erkunden lässt. Ein Höhepunkt der diesjährigen Abschlussveranstaltung war der Besuch dieser antiken Stadt mit der Live-Demonstration der entwickelten AR/VR-Anwendung für das externe Publikum, Museumsbesuchern und -mitarbeiter. Die Nutzer:innen der AR/VR-Anwendung waren sich einig, dass diese den Besuch der antiken Stätte durch die Ergänzung und Vervollständigung der physikalisch fehlenden Artefakte mit realitätsnahen und detailgetreuen virtuellen 3D-Grafikmodellen sowie weiterer Interaktionsfunktionen zu einer unglaublichen Zeitreise in das erste Jahrhundert n. Chr. verwandeln (https://youtu.be/dJNg1A4cgHk).

„Die am Projekt beteiligten deutschen, finnischen und tunesischen Studierenden profitieren dabei in doppelter Hinsicht“, so Projektleiter Prof. Dr. Fahmi Bellalouna aus der Fakultät Maschinenbau und Mechatronik der HKA. „Sie qualifizieren sich nicht nur fachlich in der VR/AR-Technologie, sondern sammeln auch wertvolle internationale und interkulturelle Erfahrungen, die auch für ihr späteres Berufsleben ausgesprochen hilfreich sind.“ Nach dem Abschluss dieser Projektrunde haben die Partnerhochschulen bereits damit begonnen, neue und praxisorientierte Projektaufgaben für die dritte und letzte Projektrunde im Jahr 2023 zu definieren, die unter der Beteiligung von weiteren 18 finnischen, tunesischen und deutschen Studierenden erfolgen wird.

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifizierten Studierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten über 25.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland konnten einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr werden rund 1.500 Stipendien im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs vergeben.
www.bw-stipendium.de

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus

Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich ca. 1,2 Million Euro dotierte Programm wird seit 2011 ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 100 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt.

Die Baden-Württemberg Stiftung

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.
www.bwstiftung.de

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