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Web-Konferenz zu den Auswirkungen von Covid-19 auf nachhaltige Mobilität

Im Rahmen des internationalen Austauschprogramms „Sustainable Urban Mobility in Manila“, fand unter Federführung des Studiengangs Verkehrssystemmanagement der HKA die diesjährige Konferenz virtuell statt.

10. Juni 2021

Auch in diesem Jahr konnte der geplante Workshop „Hands-on Sustainable Urban Mobility“, der Teil des internationalen Austauschprogramms ist, pandemiebedingt nicht in Präsenz stattfinden. Wie schon im vergangenen Jahr trafen sich stattdessen die Projektpartner am 1. Juni 2021 virtuell zu einem Webinar, um sich länderübergreifend über die langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf die nachhaltige Mobilität auszutauschen.

Über 50 Teilnehmende von der School of Urban and Regional Planning der University of the Philippines (Philippinen), der Distrital Francisco José de Caldas University of Bogotá (Kolumbien), der University of Waterloo (Kanada), der McGill University (Kanada) und der Hochschule Karlsruhe diskutierten vor allem über die Themen rund um den Radverkehr, Fußverkehr und öffentlichen Nahverkehr. In Vorträgen tauschten sie ihr Wissen über aktuelle Forschungen zu den langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf nachhaltige Mobilität im jeweiligen Land aus. Eine wichtige Erkenntnis hierbei für sie war, dass in den beteiligten Ländern vergleichbare Chancen und Probleme bestehen. Zudem wurden in kleineren Seminarkreisen, sogenannten Breakoutrooms, Ideen für einen Covid-sicheren Nahverkehr und die Langzeitauswirkungen auf den Rad- und Fußverkehr sowie die Stadtentwicklung diskutiert.

Als wichtig für einen Covid-sicheren Nahverkehr wurden Abstands- sowie Hygieneregeln bewertet sowie kontaktloses Bezahlen und flexible Tickets. Auch die Verbindung von öffentlichem Nahverkehr mit dem Radverkehr (z. B. durch Mitnahme der Fahrräder in öffentlichen Verkehrsmitteln) stellt hier eine wichtige Maßnahme dar. Der Anteil des Radverkehrs ist derzeit hoch, weshalb ein einfacher Zugang zum Fahrrad durch ausreichende Infrastruktur und die Stärkung der Fahrradpolitik als wichtige Faktoren für eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität angesehen werden. Die Teilnehmenden zogen daher das Fazit, dass die aktuelle Gelegenheit genutzt werden müsste, um Pilotprojekte auch langfristig umzusetzen. Langfristige Auswirkungen auf die Stadtentwicklung stehen unter anderem im Zusammenhang mit den Veränderungen am Arbeitsplatz. Durch die Pandemie gibt es aktuell weniger Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr und deutlich mehr Radfahrende, was auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Ein multimodaler Ansatz in der Verkehrsplanung ist nach den Konferenzteilnehmern daher aktuell besonders relevant, um die Auswirkungen der Pandemie in Bezug auf die nachhaltige Mobilität zu nutzen und weiter zu fördern.

Im Oktober 2021 ist ein einwöchiger internationaler Workshop an der Hochschule Karlsruhe mit Studierenden aller Partnerstädte geplant, sofern es die Gesundheitslage und die Reisebeschränkungen möglich machen.

 „Sustainable Urban Mobility in Manila“ ist ein Projekt im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs für Studierende – BWS plus, einem Programm der Baden-Württemberg Stiftung. Das Projekt wird über 3 Jahre mit einer Summe von 94.920 € finanziert.

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM
Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifi­zier­ten Stu­dierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten über 25.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland konnten einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr werden rund 1.500 Stipendien im Rahmen des Baden-Württem­berg-STIPENDIUMs vergeben. www.bw-stipendium.de

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus
Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich ca. 1,2 Million Euro dotierte Programm wird seit 2011 ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 90 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt.

Die Baden-Württemberg Stiftung
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Würt­tem­berg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de   

 

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