Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Daniel Hepperle steht mit einem Mikrofon auf einer Bühne. Sandra Beuck
Dr. Daniel Hepperle ist seit Kurzem Professor für Augmented Reality Development an der Hochschule Offenburg.

Vom IIIX zur Professur: Dr. Daniel Hepperle im Interview

Der ehemalige IIIX-Mitarbeiter Dr. Daniel Hepperle hat zum 1. März 2026 eine Professur für Augmented Reality Development an der Hochschule Offenburg übernommen. Im Interview spricht er über seine neue Rolle, zukünftige Forschungsthemen und prägende Momente aus seiner Zeit am IIIX.

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Das Institut für Intelligente Interaktion und Immersive Erfahrung (IIIX) gratuliert seinem ehemaligen Mitarbeiter Dr. Daniel Hepperle herzlich zur Berufung als Professor. Seit dem 1. März 2026 ist er Professor für Augmented Reality Development an der Hochschule Offenburg.

Von 2018 bis 2026 war Daniel Hepperle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am IIIX der Hochschule Karlsruhe tätig. Am IIIX engagierte er sich unter anderem als stellvertretender Institutssprecher, wirkte am Aufbau des iXperience Lab mit und war in der Lehre aktiv.

2025 schloss er seine Promotion an der Universität Hohenheim in Kooperation mit der Hochschule Karlsruhe mit der Bestnote summa cum laude ab. In seiner Dissertation “Exploring the Potential of Immersive Virtual Reality for Social Science Research” untersuchte er das Potenzial immersiver Virtual-Reality-Umgebungen für sozialwissenschaftliche Forschung.

Mit seiner neuen Professur setzt Daniel Hepperle seine Arbeit an der Schnittstelle von Technologie, Gestaltung und interaktiven Medien fort. Wir haben ihn zu seinem neuen Aufgabenfeld und seinem Weg dorthin befragt.

Herzlichen Glückwunsch zur Professur, Daniel! Worauf freust du dich in deiner neuen Rolle am meisten?
Ich hatte selbst das Glück, mit Matthias (Dr. Matthias Wölfel ist Sprecher des IIIX und hat die Doktorarbeit von Daniel Hepperle betreut) einen Professor zu finden, der mich seit dem Master gefordert und gefördert hat. Daher freue ich mich insbesondere darauf, neugierige Studierende kennenzulernen und mit ihnen an spannenden Projekten zu arbeiten und natürlich darauf, sie erfolgreich ins Berufsleben oder auch zur wissenschaftlichen Karriere zu begleiten. Darüber hinaus bietet mir die Medienfakultät in Offenburg ein fantastisches neues Umfeld. Ich freue mich sehr auf den Austausch mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen und darauf, gute Ideen direkt wieder in vielen neuen Kooperationen, Projekten und Ausstellungen sichtbar zu machen.

Welche Themen möchtest du in deiner Forschung und Lehre besonders vorantreiben?
Ich sehe großes Potenzial in meiner bisherigen Forschung zur Nutzung von immersiver virtueller Realität im Zusammenhang mit sozialpsychologischer Forschung. Da gibt es noch unheimlich viel herauszufinden, insbesondere sehe ich aktuell Themen wie Embodied Conversational Agents und Gaussian Splatting enorm interessant und zukunftsträchtig. Darüber hinaus interessieren mich auch stark gesellschaftlich relevante Themen wie die Nutzung von AR-Brillen im öffentlichen Raum. Ich sehe hier enormes Potenzial, allerdings auch eine neue Herausforderung hinsichtlich Privatsphäre und einem gleichberechtigten Miteinander.

Wenn du auf deine Zeit am IIIX zurückblickst: Welche Projekte oder Momente sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Da gibt es viele schöne und spannende Momente! Schon allein die Gründung des Instituts und meine Rolle als stellvertretender Sprecher waren prägende Meilensteine. Ein Highlight war für mich auch der Aufbau des iXperience Lab. Es ist schön zu sehen, wie sich ehemalige Studierende dort weiterentwickelt haben. Einige sind zu MitarbeiterInnen geworden, die jetzt an ihrer eigenen Dissertation schreiben. Andere haben es mit einer guten Projektidee über das EXIST-Programm zu erfolgreichen Gründern geschafft. Inhaltlich sind mir natürlich auch besondere Projekte in Erinnerung geblieben. Die Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Design war zum Beispiel fachlich extrem spannend und wertvoll (Danke nochmal an Torben für dein Engagement!). Die Ausstellungen und das Symposium im ZKM werden mir auch noch lange in Erinnerung bleiben. Es ist immer super zu sehen, dass die Arbeit und die Gedanken die man sich im Labor macht, tatsächlich auch "draußen" funktionieren und relevant sind. Aber neben der ganzen Arbeit gab es auch viele persönliche Highlights und Teamerlebnisse, an die ich gerne zurückdenke. Sei es ein gemeinsamer Golfkurs, mein ‚Best Presentation Award‘, den ich auf der ICVR gewinnen durfte, oder die Tatsache, dass ich wohl einen der schönsten Doktorandenhüte in ganz Baden-Württemberg vom Team bekommen habe! ;)

Welchen Rat würdest du Studierenden geben, die selbst eine wissenschaftliche Karriere anstreben?
"Be curious!" - Natürlich gibt es auch mal Durststrecken, bei denen nichts so läuft, wie man sich das vorstellt. Zu Beginn meiner Arbeit an der HKA habe ich zusammen mit meinem damaligen Kollegen festgestellt, dass Reviewprozesse teilweise super hilfreich, teilweise aber auch etwas willkürlich ablaufen. Wir haben daher entschieden, direkt auf die Einreichung des Papers anzustoßen und nicht erst auf die Veröffentlichung. Bislang ist das noch immer gut ausgegangen. Genau das bedeutet "Be curious" für mich. Man darf sich die Freude am Forschen, am Entdecken und am Ausprobieren nicht von Formalien oder Durststrecken nehmen lassen. Neugier heißt, Dinge trotzdem zu hinterfragen und weiterzumachen.

Bleibst du dem IIIX weiterhin verbunden – vielleicht durch Kooperationen oder gemeinsame Projekte?
Klar, gerne. Wir schreiben aktuell bspw. an einem gemeinsamen Paper und Matthias agiert als Senior Advisor in meinem Projektantrag. Und natürlich will ich euch eure Doktorhüte tragen sehen! :)

Wir danken Daniel für das Gespräch und freuen uns sehr über seinen neuen Karriereabschnitt! Für seine Tätigkeit als Professor wünschen wir vom IIIX ihm viel Erfolg, spannende Forschungsprojekte und inspirierende Lehrveranstaltungen.