FLEX-E - Tools für kollaboratives Energiemanagement in Industrieparks
In Industrieparks verwaltet jedes Unternehmen seine Energie selbst. Das kann dazu führen, dass ein Unternehmen Solarenergie verschwendet, während der Nachbar Strom aus dem Netz einkauft. Andere lassen Maschinen gleichzeitig laufen, was zu kostspieligen Verbrauchsspitzen führt. Das Ergebnis sind höhere Rechnungen und vermeidbare CO₂-Emissionen. FLEX-E bietet einen neuen Weg für die Zukunft. Das Projekt entwickelt KI-Tools, durch die Unternehmen voneinander lernen können, ohne sensible Daten auszutauschen. Durch die Kombination lokaler Modelle zu einem kollektiven intelligenten System wird Energie effizienter genutzt und Kosten gesenkt.
FLEX-E entwickelt ein intelligentes Energiemanagement für Industrieparks, basierend auf einem Federated Learning Framework
Das FLEX-E-Projekt ist Anfang des Jahres 2026 gestartet und wird im Rahmen der Wissenschaftsoffensive kofinanziert durch die Europäische Union über das Interreg Oberrhein Programm sowie auch durch die Région Grand Est, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz. FLEX-E wird durch die Hochschule Karlsruhe koordiniert und gemeinsam mit der INSA Strasbourg sowie weiteren assoziierten Partner durchgeführt.
Gesamtziele
Das Projekt FLEX-E soll Unternehmen dabei helfen, gemeinsam als ein großes intelligentes System zu agieren, während ihre sensiblen Verbrauchsdaten privat bleiben. Das Projekt nutzt innovative Tools aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, die auf föderiertem Lernen basieren. Anstatt Daten zu bündeln, trainiert jeder Standort sein eigenes Modell und teilt nur 'gewonnene Erkenntnisse', um ein kollektives Modell zu erstellen, das als Leitfaden für die Energieoptimierung dient. Um diesen Ansatz umzusetzen, wird FLEX-E die Energieflüsse in mehreren Industrieparks unterschiedlicher Größe kartieren und modellieren. Die ausgewählten Standorte dienen als Testgebiete, um zu demonstrieren, wie KI-gesteuerte Koordination die Effizienz und Flexibilität verbessern kann. Durch den Vergleich von Standorten unterschiedlicher Größe wird das Projekt prüfen, wie flexibles Energiemanagement an eine Vielzahl von industriellen Kontexten angepasst werden kann. Die Ergebnisse umfassen ein praktisches Software-Toolkit und einen Leitfaden zur Modellierung von Energieflüssen. Diese Tools werden es anderen Industrieparks erleichtern, die gleichen Methoden anzuwenden und von den Ergebnissen zu profitieren.
Aufgaben der Projektpartner
FLEX-E bringt Universitäten, Unternehmen und öffentliche Partner aus Frankreich und Deutschland zusammen. Die Hochschule Karlsruhe und die INSA Strasbourg stellen ihr Fachwissen in den Bereichen der Modellierung von Energieflüssen und künstlicher Intelligenz zur Verfügung. Zum Konsortium gehören auch Industrieakteure und Wirtschaftsförderungsagenturen beiderseits des Rheins, die dafür sorgen, dass die Forschungsergebnisse auf den Markt übertragen werden können. Zusammen bilden diese Akteure ein kollaboratives Ökosystem, das die Energieoptimierung vorantreibt. Das Projekt hat ein erhebliches Potenzial. Unternehmen können Energie besser nutzen, ihre Kosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Gleichzeitig steht der Gesellschaft ein übertragbares Modell zur Verfügung, das europaweit skaliert werden kann und fragmentiertes Energiemanagement in kollektive Intelligenz umwandelt.
Eckdaten
Karlsruhe
Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM)
Moltkestr. 30
76133 Karlsruhe
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Postfach 2440
76012 Karlsruhe