FLEX-E
Erfolgreicher Auftakt für das Wissenschaftsoffensive-Projekt FLEX-E
Unter der Federführung der Hochschule Karlsruhe (HKA) werden gemeinsam mit der INSA Strasbourg und weiteren Partnern Lösungen für ein kollektives, intelligentes Energiemanagement in Industrieparks entwickelt
25. März 2026
Das Projekt FLEX-E mit dem Titel „Tools für kollaboratives Energiemanagement in Industrieparks“ der Wissenschaftsoffensive Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) ist Anfang dieses Jahres 2026 gestartet. Die Hochschule Karlsruhe übernimmt die gesamtheitliche Leitung des Projekts durch Prof. Dr.-Ing. Reiner Kriesten, Leiter und Sprecher des Instituts für Energieeffiziente Mobilität. So wurde am 3. März in der offiziellen Auftaktveranstaltung der Wissenschaftsoffensive am Campus der Hochschule Karlsruhe im Technologiepark feierlich ein symbolischer Scheck an den Gesamtprojektleiter überreicht. Wir gratulieren Prof. Dr. Kriesten und dem Konsortium zu diesem großartigen Projekt.
In Industrieparks verwaltet jedes Unternehmen seine Energie in der Regel selbst. Dies kann zu Energieverschwendung, vermeidbaren CO2-Emissionen und kostspieligen Verbrauchsspitzen führen. Es stellt sich die zentrale Frage, wie ein kollaboratives Energiemanagement strategisch und technisch umgesetzt werden kann, bei dem sensible Verbrauchsdaten und interessensgeleitete energetische Betriebsstrategien der Unternehmen dezentral privat bleiben und doch kollektiv in einem globalen Energiemanagement berücksichtigt werden können.
FLEX-E bietet eine Lösung für die Zukunft. Das Projekt entwickelt unter Einbezug von Standards für Energiemanagement in Unternehmen, Organisationen (ISO 50001 etc.) KI-basierte Energiemanagementsysteme für Industrieparks und Energiequartiere. Bei diesen teilt jedes Unternehmen in einem globalen Modell verdeckt seine „lessons-learned“-Strategien aus seinem lokalen Modell, um gemeinsam als großes intelligentes System zu agieren. Die KI-gesteuerte Koordination erfolgt durch den datenschutz- und security-freundlichen Ansatz des förderierten Lernens. Durch die Kombination lokaler Modelle zu einem kollektiven intelligenten System wird Energie effizienter genutzt und Kosten gesenkt.
Um diesen Ansatz umzusetzen, wird FLEX-E die Energieflüsse in mehreren Industrieparks unterschiedlicher Größe kartieren und modellieren. Die ausgewählten Standorte dienen als Testgebiete, um zu demonstrieren, wie eine KI-gesteuerte Koordination die Effizienz und Flexibilität verbessern kann. Durch den Vergleich von Standorten unterschiedlicher Größe wird das Projekt prüfen, wie flexibles Energiemanagement an eine Vielzahl industrieller Kontexte angepasst werden kann. Die Ergebnisse umfassen ein praktisches Software-Toolkit sowie einen Leitfaden zur Modellierung von Energieflüssen.
Das Projekt FLEX-E bringt Universitäten, Unternehmen und öffentliche Partner aus Frankreich und Deutschland zusammen. Die Hochschule Karlsruhe und die INSA Strasbourg stellen ihr Fachwissen in den Bereichen der Modellierung von Energieflüssen und Künstlicher Intelligenz zur Verfügung. Zum Konsortium gehören auch Industrieakteure und Wirtschaftsförderungsagenturen beiderseits des Rheins, die dafür sorgen, dass die Forschungsergebnisse demonstriert und auf den Markt übertragen werden können. Zusammen bilden diese Akteure ein kollaboratives Ökosystem, das die Energieoptimierung vorantreibt.
Ein gemeinsames hybrides Kick-off-Treffen an der INSA Strasbourg bildete am 4. März den ersten aktiven Wissensdialog zwischen den Projektpartnern. Zunächst wird es darum gehen, Energiedaten aus Industrieparks einheitlich zu erfassen, die Energieströme systematisch zu modellieren sowie die KI-Modelle einzelner Anlagen und Entitäten daran angelehnt, systematisch und nachvollziehbar zu entwickeln.
FLEX-E wird im Rahmen der Wissenschaftsoffensive kofinanziert durch die Europäische Union über das Interreg Oberrhein Programm sowie auch durch die Région Grand Est, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg des Landes Baden-Württemberg und dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz des Landes Rheinland-Pfalz.
Weitere Informationen dazu bieten auch die offizielle Projektseite des Interreg www.interreg-oberrhein.eu/projet/flex-e/ sowie künftig auch der LinkedIn-Kanal des Projekts www.linkedin.com/showcase/flex-e-project