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Beteiligte des internationalen Forschungsprojekts SophiA unterstützen Familie des verstorbenen afrikanischen Wegbereiters

Durch Spendenaktion können der Familie von Prof. Noble Ephraim Banadda 2360 Euro übergeben werden

2. November 2021

„Neben dem Stolz, dass wir dieses internationale Forschungsprojekt tatsächlich heute gemeinsam starten können,“ so Projektleiter Prof. Dr. habil. Michael Kauffeld beim feierlichen Kick-off-Meeting zu SophiA an der HKA im Oktober 2021, „trauern wir aber auch um Professor Noble Ephraim Banadda. Als Professor für Biosystementwicklung an der Universität Makerere in Uganda war er unser erster Kontakt in Afrika und einer der zentralen Förderer von SophiA, der Experten in afrikanischen Gesundheitsministerien und verschiedenen Organisationen überzeugen konnte, sich dem ehrgeizigen SophiA-Projekt anzuschließen. Ein Mann, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat und dessen vorzeitiger Tod durch Covid-19 auch noch einmal die Bedeutung von SophiA unterstreicht.“

SophiA ist ein internationales Forschungsprojekt zur Entwicklung nachhaltiger und energieautonomer Kühlcontainersysteme für afrikanische Krankenhäuser unter Federführung der HKA. Mit dem Projekt soll die Kühlinfrastruktur von Krankenhäusern und medizinischen Stationen an entlegenen afrikanischen Orten verbessert werden, um dort auch Impfstoffe gegen Covid-19 entsprechend lagern zu können und damit für die Bevölkerung bereitstellen zu können.

Um ihre Solidarität und ihr Mitgefühl für die junge Familie von Noble Banadda zu zeigen, beschlossen beim Kickoff-Meeting an der HKA alle Anwesenden und live zugeschalteten SophiA-Partner spontan, Spenden zu sammeln und diese dann seiner Frau Dr. Beatrice Namaganda Banadda und ihren drei Kindern zukommen zu lassen. Zudem fügten SophiA-Beiratsmitglied Michael Eckert und sein Bruder Holger Eckert, beide Gesellschafter der Firma Kälte Eckert GmbH, weitere 1000 Euro hinzu, sodass der Familie ein Gesamtbetrag von 2360 Euro übergeben werden kann.

Vektorimpfstoffe und Protein-basierte Impfstoffe erfordern, wie viele andere Arzneimittel, eine Kühlung auf 2 bis 8 °C. Impfstoffe mit mRNA-Technologie sowie einige Ebola-Impfstoffe erfordern viel niedrigere Lagertemperaturen von bis zu -70 °C. SophiA-Systeme werden abgelegene Krankenhäuser und Gesundheitsstationen mit solarbetriebenen Kühlkammern für +5 °C, -30 °C und -70 °C versorgen. Die Lagerung von Blutplasma bei -30 °C wird erleichtert, sodass entlegene afrikanische Krankenhäuser entsprechende Operationen besser vor Ort durchführen können. Darüber hinaus wird SophiA die Krankenhäuser und Gesundheitsstationen mit sauberem Trinkwasser und Warmwasser/Dampf für verschiedene Prozesse versorgen, einschließlich der Sterilisation medizinischer Geräte – auch dank der Solarlösung in Form von Photovoltaik und Solarthermie.

Das Projekt SophiA wird mit Mitteln aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union unter dem Förderkennzeichen Nr. 101036836 gefördert.

Kontakt

Presse und Kommunikation
Holger Gust

Tel.: +49(0)721 925-1016
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