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Kritina Koleva
(v. l. n. r.): Dr. Jens Muders (init SE), Prof. Dr. Thomas Schlegel, Christine Keller, Prof. Dr. Sven Müller, Björn Lunt, Dr. Frank Pagel (KVV)

Stressfrei und pünktlich mit Bus und Bahn unterwegs – Kooperationsprojekt erforscht die Erfassung und Verbesserung der Datenqualität im öffentlichen Personenverkehr

Wie lässt sich die Datenqualität im öffentlichen Personenverkehr erfassen und verbessern, damit das Reisen mit Bus und Bahn reibungsloser funktioniert? [...]

Wie lässt sich die Datenqualität im öffentlichen Personenverkehr erfassen und verbessern, damit das Reisen mit Bus und Bahn reibungsloser funktioniert? Dieser Frage geht das Forschungsprojekt „VSB-ÖP (Verlässlichkeit von Smart- und Big Data im öffentlichen Personenverkehr)“ nach, für das am Dienstag, den 23. Oktober 2018, den  die Projektpartner in einer Kick-off-Veranstaltung den Startschuss gaben. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag dazu leisten, die Planungen der Verkehrsbetriebe zu optimieren und für die Kunden das Reisen mit Bus und Bahn reibungsloser und damit attraktiver zu gestalten.

„Heute entstehen zwar viele Daten, aber wir wissen häufig nicht genau, wie verlässlich diese sind. Auch könnten wir viel mehr Nutzen aus Zusatzinformationen und Verknüpfungen ziehen, die heute häufig verloren gehen“, erläutert Prof. Dr. Thomas Schlegel, der das Projekt am Institut für Ubiquitäre Mobilitätssysteme (IUMS) der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft leitet. Dabei spielt Big Data eine große Rolle, also neue Methoden für bislang ungekannte Datenmengen, die für klassische Auswertungen zu komplex sind. „Daten mit Smart-Data-Ansätzen bereits bei ihrer Entstehung zu ergänzen und zu beschreiben ermöglicht zusätzliche Optionen“, so Schlegel weiter.

Über die vielen Daten, die im öffentlichen Verkehr anfallen, und wie sich deren Qualität verbessern lässt, diskutierten beim gestrigen initialen Fachtreffen die Forschungspartner. Das Team besteht aus Vertretern der in Informationstechnologien für den ÖV führenden INIT GmbH (Informatikanwendungen in Transport-, Verkehrs- und Leitsystemen), der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft sowie des kommunalen Verkehrsverbunds (KVV).

Im Projekt werden die Projektpartner gemeinsam Technologien der Datenverarbeitungskette entwickeln und verbessern. Der Fokus liegt dabei auf Datenqualität und Optimierung des öffentlichen Verkehrs. Schon beim Erfassen der Daten sollen etwa die schlechte Signalstärke eines Sensors oder Übertragungsprobleme berücksichtigt werden. Im späteren Verlauf wird dann versucht, die Daten aus anderen Quellen aufzuwerten, abzugleichen oder zumindest ihre Verlässlichkeit in der Planung zu berück-sichtigen.

Ein spezielles Problem, dem sich das Projekt widmet, sind die Einstiegs- und Umstiegszeiten der Passagiere. Diese sollen verkürzt werden, um mehr Flexibilität im Fahrplan zu erhalten und Verspätungen zu reduzieren. Hier kann sich der Forschungsverbund auch auf Erfahrungen in der Fußgängeroptimierung für das Pilgerziel Mekka von Dr. Sven Müller stützen, Professor für Verkehrsbetriebswirtschaft an der Hochschule Karlsruhe.

Das Forschungsprojekt wird bis 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Außerdem bringt die INIT GmbH neben ihrer 35-jährigen Erfahrung bei Informatiklösungen für Transport und Verkehr finanzielle Mittel in das Projekt ein. Von den Ergebnissen erhoffen sich die Beteiligten neue Erkenntnisse für Datenverarbeitung und -optimierung und damit für die Kunden stressfreie und pünktliche Fahrten im öffentlichen Personenverkehr.