Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Was macht eigentlich die Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung?

Die Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung an einer Hochschule Karlsruhe ist Teil der zentralen Koordination, die Nachhaltigkeit und Klimaschutz als Querschnittsthema in vielen Bereichen der Institution verankert. In der Stabsstelle, die direkt mit den Senatsbeauftragten für Nachhaltigkeit und der Hochschulleitung zusammenarbeitet, sind sowohl das Nachhaltigkeitsmanagement als auch das Klimaschutzmanagement ansässig. 

Ziel ist es, nachhaltiges Denken und Handeln langfristig in Verwaltung und Campusbetrieb zu integrieren. Ein zentrales Aufgabenfeld der Mitarbeitenden ist die Durchführung von Nachhaltigkeits- und Klimaschutzprojekten. Dazu gehören die Erhebung und Auswertung von Kennzahlen, beispielsweise zu Energieverbrauch, CO₂-Emissionen, Mobilität oder Ressourcenverbrauch. Die Stabsstelle koordiniert außerdem Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen, zur Verbesserung der Energieeffizienz oder zur Förderung nachhaltiger Beschaffung. Es werden Zertifizierungsprozesse durchgeführt sowie Klimaschutzkonzepte und Nachhaltigkeitsberichte erstellt.

Darüber hinaus unterstützt die Stabsstelle in der Kommunikation und Beteiligung. Sie organisiert Veranstaltungen, Kampagnen oder Aktionstage und informiert Hochschulangehörige über laufende Initiativen. Gleichzeitig unterstützt die Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung bei der Vernetzung zwischen internen und externen Akteuren. Die Studierenden, Mitarbeitenden und externen Partner werden aktiv eingebunden, beispielsweise durch Arbeitsgruppen oder Beteiligungsformate. Die Mitarbeitenden vertreten in enger interner Abstimmung außerdem die Hochschule in Netzwerken und arbeiten mit Kommunen und Unternehmen zusammen. Damit wird dazu beigetragen, dass die Hochschule als gesellschaftliche Akteurin eine Vorbildfunktion im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz übernimmt. So wird Nachhaltigkeit und Klimaschutz als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden. Insgesamt unterstützt die Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung dabei, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht als Einzelprojekte, sondern als langfristige Transformationsprozesse verstanden und systematisch in allen Bereichen der Hochschule verankert werden.

Kontakt

Nachhaltigkeitsmanagerin
Selma Janssen

Tel.: +49 (0)721 925-1181
selma.janssenspam prevention@h-ka.de

Geb.B, 601
Moltkestraße 30
76133 Karlsruhe

Tätigkeitsfeld

Selma Janssen ist für nachhaltige Campusentwicklung an der HKA zuständig. Sie initiiert, koordiniert und unterstützt Projekte für mehr Nachhaltigkeit auf dem Campus und ist somit zentrale Ansprechperson zu dem Thema. Gleichzeitig versteht sie Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe, welches in alle Bereiche der Hochschule integriert werden soll. Über das hochschulinterne Netzwerk „Reallabor Nachhaltigkeit“ fördert Sie den Austausch verschiedener Akteurinnen und Akteure an der HKA. Darüber hinaus beteiligt sie sich an regionalen, nationalen und internationalen Netzwerken. 

Projekte
  • Reallabor Nachhaltigkeit… Mehr erfahren
  • Fahrradfreundlicher Campus… Mehr erfahren
  • Einführung von EMAS
  • INGENIUM Workpackage Sustainability

Kontakt

Klimaschutzmanager des Landes
Géza Solar

Tel.: +49 (0)721 925-1189
geza.solarspam prevention@h-ka.de

Geb. B, 601
Moltkestraße 30
76133 Karlsruhe

Tätigkeitsfeld

Géza Solar ist der Klimaschutzmanager des Landes Baden-Württemberg im Bauamtsabschnitt Karlsruhe. Er soll, von der Leithochschule Die HKA aus, die Unterstützung der in den Bauamtsbezirken liegenden Hochschulen sicherstellen und zusammen mit dem Amt für Vermögen und Bau Karlsruhe notwendige energetische Maßnahmen identifizieren. Darüber hinaus begleitet er die strukturelle Implementierung des Klimaschutzes an den Hochschulen und unterstützt bei der Erstellung der Energie- und Klimaschutzkonzepte.

 
Projekte
  • EnMA II: Unterstützung der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule für Musik Karlsruhe
  • Second Life PV: Upcycling alter PV-Module
  • Klimapakt Karlsruhe… Mehr erfahren

Kontakt

Klimaschutzmanagerin HKA/PH
Katrin Stolle

Tel.: +49 (0)721 925-1190
katrin.stollespam prevention@h-ka.de

Geb. B, 601
Moltkestraße 30
76133 Karlsruhe

Tätigkeitsfeld

Katrin Stolle ist die Klimaschutzmanagerin der Hochschule Karlsruhe (HKA) und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PH KA) und im vom Bund geförderten Vorhaben “Erstellung eines Energie- und Klimaschutzkonzepts (EuKK) für die HKA und PHKA” tätig. Ziel dieses Projekts ist es, in den kommenden zwei Jahren ein EuKK für beide Hochschulen in Kooperation zu erarbeiten, eine Klimaschutzstrategie und darauf aufbauend konkrete Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Zusätzlich erarbeitet sie mit den Nachhaltigkeitsbeauftragten der HKA und PH KA die Kommunikationsstrategien im Bereich “Nachhaltigkeit & Klimaschutz”

Projekte
  • Energie- und Klimaschutzkonzept der HKA und PH KA … Mehr erfahren
  • Kommunikationsstrategie für “Nachhaltigkeit und Klimaschutz”

Erfolgreicher Abschluss für das Forschungsprojekt SophiA

Unter Leitung der Hochschule Karlsruhe wurden innovative, solarbetriebene Containerlösungen entwickelt, die Gesundheitseinrichtungen in Afrika zuverlässig mit Energie, Kühlung und sauberem Wasser versorgen.

Nachhaltige Versorgungslösungen aus Karlsruhe im Einsatz: Das internationale Forschungsprojekt SophiA ist erfolgreich abgeschlossen. Unter der Projektleitung der Hochschule Karlsruhe wurde in den vergangenen vier Jahren ein modulares, netzunabhängiges Versorgungssystem für Krankenhäuser und Apotheken in ländlichen Regionen Afrikas entwickelt und umgesetzt. Ziel war es, Gesundheitseinrichtungen zuverlässig mit Strom, sauberem Trinkwasser sowie Kühl- und Wärmesystemen zu versorgen und dabei vollständig auf erneuerbare Energien zu setzen.

Herausforderungen der Infrastruktur in ländlichen Regionen

Die modular aufgebauten Container kombinieren Photovoltaik, Energiespeicher, Kühltechnik und Wasseraufbereitung auf engem Raum. Sie lassen sich an unterschiedliche klimatische Bedingungen und Bedarfe anpassen und können lokal produziert werden. Inzwischen sind Pilotanlagen in vier Ländern erfolgreich in Betrieb. Heute stehen Pilotanlagen in Burkina Faso, Kamerun, Uganda und Malawi, bewusst in Regionen mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen.

Zentrale technologische Komponenten wurden an der HKA entwickelt und getestet. In den Laboren der Hochschule entstanden die innovativen Lösungen für die Kältetechnik und die solare Wasseraufbereitung. Die Systeme ermöglichen die sichere Lagerung temperaturempfindlicher Medikamente und Impfstoffe sowie die Bereitstellung von hygienisch einwandfreiem Trinkwasser. Dabei kommen natürliche Kältemittel mit geringem Treibhauspotenzial zum Einsatz. 

Wissenschaftliche Kooperation über Landesgrenzen

Die Hochschule Karlsruhe koordinierte das internationale Konsortium mit 13 Partnern aus Europa und Afrika. Eine zentrale Partnerrolle übernahm die OST – Ostschweizer Fachhochschule, die insbesondere für die Solartechnik, das Energiemanagement sowie die übergeordnete Systemsteuerung verantwortlich war. Diese zentrale Steuerung verbindet alle Module des Containers und entscheidet automatisch, wie Strom, Wärme, Kälte und Wasser optimal genutzt oder gespeichert werden. Damit ergänzten sich die Kompetenzen beider Hochschulen in idealer Weise.

 Zufriedenheit mit den Ergebnissen

«Wir sind sehr zufrieden mit den Resultaten. Die Anlagen sind erfolgreich im Einsatz und bewähren sich», fasst Mihaela Dudita-Kauffeld die Ergebnisse zusammen. Sie und ein Teil des SophiA-Teams arbeiten bereits an Anträgen für Folgeprojekte. «Die modularen Lösungen könnten auch in anderen Regionen der Welt eingesetzt werden. Wir denken beispielsweise an tropische Regionen, aber auch an die Ukraine.»

Mit dem erfolgreichen Pilotbetrieb zeigt sich, dass die unter Leitung der Hochschule Karlsruhe entwickelten Technologien einen konkreten Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheitsversorgung leisten können und großes Potenzial für weitere internationale Anwendungen bieten.

SophiA steht für Sustainable Off-grid Solutions for Pharmacies and Hospitals in Africa – nachhaltige, netzunabhängige Lösungen für Krankenhäuser und Apotheken in Afrika. Das Projekt wurde mit 8 Mio. Euro im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union unter der Fördervereinbarung Nr. 101036836 gefördert. Weitere Informationen zum Projekt unter https://www.h-ka.de/ikku/cool/sophia