Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Mit ihrem fliegenden Segelboot setzten sich Studierende der HKA  bei der SuMoth Challenge gegen Hochschulteams aus der ganzen Welt durch.

Bei der SuMoth Challenge 2026 in Italien erreichte das studentische Forschungs- und Entwicklungsprojekt ecosail Karlsruhe  der Hochschule Karlsruhe (HKA) Platz 2 in der Kategorie Manufacturing und Platz 3 in der Kategorie Fleet Race. Damit hat sich das HKA-Team gegen zahlreiche internationale Hochschulteams am Gardasee durchgesetzt. Die SuMoth Challenge ist ein weltweiter Studierendenwettbewerb für innovative und nachhaltige Foil-Segelboote, bei dem die Teilnehmenden nicht nur anhand der Segelleistung ihrer Boote bewertet werden, sondern auch hinsichtlich Konstruktion, Fertigung, Innovationsgrad und Nachhaltigkeitsaspekten. 

„Ein Jahr lang haben wir interdisziplinär an der Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Erprobung unseres Foil-Segelbootes gearbeitet. Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Leistungsfähigkeit unseres Bootes unter Wettkampfbedingungen auf dem Wasser unter Beweis stellen konnten und mit den vordersten Plätzen belohnt wurden“, freut sich Tobias Lauerbach, Projektleiter ecosail Karlsruhe und Student der Elektro- und Informationstechnik an der HKA über die Siege. Über 60 Studierende arbeiteten zwei Semester neben Vorlesungen und Prüfungen an Strukturauslegung, Werkstoffauswahl, numerischen Simulationen und Fertigungsplanung bis hin zu Projektmanagement, Sponsoring, Öffentlichkeitsarbeit und Logistik. 

Studierenden setzten auf nachhaltige Materialien und neuartige Konstruktionsmethoden

Den Siegen voraus ging eine intensive Entwicklungsarbeit. Im Gegensatz zum üblichen modernen Leichtbau, der häufig Carbonfaserverbundwerkstoffe einsetzt, verwendete das Team Basaltfasern und Green Epoxy, die in der Herstellung und im Recycling und umweltverträglicher sind. Zusätzlich entwickelten die Studierenden alternative Konstruktionsansätze, bei denen Upcycling eine große Rolle spielte. Bei der Validierung der Ansätze spielte der Einsatz von CAE-Methoden (Computer Aided Engineering) eine wichtige Rolle. Mithilfe von Simulationen und Berechnungen konnten die Studierenden Bauteile bereits in der Entwicklungsphase optimieren und Materialeinsatz sowie Gewicht reduzieren. „Damit haben wir die Entwicklungszyklen verkürzt und Ressourcen effizienter genutzt“, erklärt Lauerbach. Für das Fertigungskonzept nutzte das HKA-Team Vakuumlaminieren für die Herstellung der Faserverbundbauteile. „Dieses Verfahren ermöglicht eine hohe Bauteilqualität bei geringem Materialeinsatz. „Unsere Kombination aus digitaler Entwicklung, präziser Fertigung und nachhaltiger Materialauswahl hat maßgeblich zum zweiten Platz in der Kategorie Manufacturing beigetragen“, sagt der Student der Elektrotechnik stolz. „Das Wissen, das wir jetzt erworben haben, stecken wir in die Weiterentwicklung unseres Foil-Segelbootes. Die nächsten internationalen Wettbewerbe können kommen,“ so Lauerbach. 

Der Erfolg von ecosail Karlsruhe wurde durch das Engagement der Studierenden sowie die Unterstützung der Hochschule Karlsruhe und zahlreicher Sponsoren aus Industrie und Wirtschaft möglich. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierenden schafft einen praxisnahen Lernraum, in dem innovative Ideen entwickelt und umgesetzt werden können.

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