Impuls für morgen – Nachhaltigkeit weiterdenken
Impuls für morgen – Nachhaltigkeit weiterdenken
Zukunftsagentur Nachhaltigkeit feiert Übergang in eine dauerhafte Struktur an der Hochschule Karlsruhe
Impuls für morgen
Unter dem Titel „Impuls für morgen – Nachhaltigkeit weiterdenken“ lud die Zukunftsagentur Nachhaltigkeit (ZuNa) am Mittwoch, den 14. Januar, zu einer vielseitigen Veranstaltung an die Hochschule Karlsruhe (HKA) ein. Die Veranstaltung markierte einen wichtigen Meilenstein: den Übergang von einem geförderten Freiraum-Projekt der „Stiftung Innovation in der Hochschullehre“ hin zu einem dauerhaft etablierten Projekt an der Hochschule Karlsruhe.
Die Veranstaltung markierte einen wichtigen Meilenstein: den Übergang von einem geförderten Freiraum-Projekt der „Stiftung Innovation in der Hochschullehre“ hin zu einem dauerhaft etablierten Projekt an der Hochschule Karlsruhe. Nach zwei Jahren intensiver Projektarbeit endet Ende März die externe Förderung. In dieser Zeit wurden jedoch tragfähige Strukturen geschaffen, die es der Zukunftsagentur Nachhaltigkeit ermöglichen, ihre Arbeit künftig eigenständig fortzuführen. Dieser erfolgreiche Aufbau und die erzielten Ergebnisse standen im Mittelpunkt der Veranstaltung und wurden gemeinsam mit Gästen aus Hochschule, Zivilgesellschaft und Kunst gewürdigt.
Die Zukunftsagentur Nachhaltigkeit versteht sich als bewusst klein gehaltenes Transferprojekt, das Nachhaltigkeit aus der Hochschule direkt in die Stadtgesellschaft trägt. Anders als klassische Transferformate richtet sich ZuNa nicht primär an Unternehmen oder Institutionen, sondern an einzelne Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe. An öffentlichen Orten wie dem Werderplatz, dem Stephanplatz oder im Zoo sucht das Team aktiv das Gespräch mit Passantinnen und Passanten. Dabei werden Fragen, Sorgen und Ideen rund um das Thema Nachhaltigkeit gesammelt und anschließend in studentischen Projekten weiterbearbeitet – etwa in Form technischer Entwicklungen, wissenschaftlicher Recherchen oder Befragungen.
Mit diesem Ansatz ist ZuNa Teil eines breiten Netzwerks engagierter Akteure in Karlsruhe. Zahlreiche Initiativen haben sich dem Ziel verschrieben, Nachhaltigkeit sichtbar und diskutierbar zu machen, unter anderem im Klimabündnis Karlsruhe. Entsprechend groß war die Freude, mit Klaus Heid einen der Sprecher des Klimabündnisses für einen Impulsvortrag gewinnen zu können. Er stellte die vielfältigen Aktivitäten des Bündnisses vor, darunter Nachbarschaftsgespräche sowie die aktuelle Lesereihe „Zukunft ist jetzt“ im Tollhaus Karlsruhe.
Auch die Verbindung von Nachhaltigkeit und Kunst war ein zentrales Thema der Veranstaltung. Die Künstlerin Barbara Karsch-Chaïeb, Leiterin des Kunstraums Kunst [ ] Klima in Stuttgart, gab Einblicke in ihre Arbeit und präsentierte inspirierende Projekte, die den Wert natürlicher Ressourcen auf künstlerische Weise erfahrbar machen.
Ein weiteres Kernanliegen von ZuNa ist die feste Verankerung von Nachhaltigkeit in der Lehre. Neben Projektarbeiten sollen Nachhaltigkeitsthemen stärker in reguläre Vorlesungen integriert werden. In einigen Lehrveranstaltungen entstehen bspw. Artefakte, die bei Aktionen der Zukunftsagentur eingesetzt werden können. Einige dieser Arbeiten waren in einer begleitenden Ausstellung zu sehen, darunter Poster zu Künstlicher Intelligenz und den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Veranstaltung „KI und Gesellschaft“ sowie eine Karton-Ausstellung zu Nachhaltigkeitsthemen rund um das Smartphone aus dem Seminar Nachhaltigkeit des Studiengangs Green Technology Management.
Am Nachmittag stellten Studierende der Hochschule Karlsruhe ihre im Rahmen von ZuNa entstandenen Projektarbeiten vor. Präsentiert wurden unter anderem eine regelbare Kopfstütze für Rollstühle (SDG 3 und 10), eine App zur Unterstützung der Kaufentscheidung für ein Balkonkraftwerk unter Berücksichtigung der CO₂-Bilanz (SDG 11 und 12) sowie ein kostengünstiger Experimentierkoffer für elektrische und magnetische Felder (SDG 4).
Die rundum gelungene Veranstaltung war gut besucht. Besonders freute sich das Organisationsteam über den Besuch des Prorektors für Lehre, Prof. Dr. Rainer Neumann. Die an der Hochschule Karlsruhe geschaffenen Strukturen ermöglichen es, die Zukunftsagentur Nachhaltigkeit künftig eng mit dem Service Learning zu verknüpfen. Damit bleibt diese Form des problemorientierten Lernens auch über die Projektlaufzeit hinaus fest an der Hochschule verankert – als nachhaltiger Impuls für morgen.