Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Amtsantritt von Prof. Dr. Rose Marie Beck als neue Rektorin der Hochschule Karlsruhe

Am heutigen 1. März 2024 beginnt die achtjährige Amtszeit der neuen Hochschulleiterin

1. März 2024

Am heutigen Freitag, 1. März 2024, nahm Prof. Dr. Rose Marie Beck ihre Dienstgeschäfte als neue Rektorin der Hochschule Karlsruhe (Die HKA) auf. Sie war in den Sitzungen von Hochschulrat und -senat im Oktober 2023 mit überwältigender Mehrheit im ersten Wahlgang gewählt worden und folgt in diesem Amt auf Prof. Dr. Frank Artinger, der bis zum gestrigen Tag die Dienstgeschäfte als Rektor kommissarisch weitergeführt hatte.

„Ich freue mich darauf“, so Prof. Dr. Rose Marie Beck, „als Rektorin gemeinsam mit den Verantwortlichen, Beschäftigten und Studierenden diese ambitionierte und sehr gut positionierte Hochschule in Zeiten der gesellschaftlichen Transformation weiterzuent­wickeln. Die HKA hat in der Vergangenheit überzeugend gezeigt, dass sie in der Lage ist, mit einem hohen Maß an Agilität, interdisziplinärer Zusammenarbeit und mit einem wertschätzenden Miteinander ‚mehr als Hochschule‘ zu sein. Nur so lässt sich das hohe Innovationspotenzial ausschöpfen, das diese Hochschule auszeichnet.“

Dabei stehen ihr innerhalb des Rektorats Prof. Dr. Franz Quint, hauptamtlicher Prorektor für  Forschung, Kooperationen und Qualitätsmanagement, und Kanzler Norbert Reichert zur Seite. Mit Prof. Dr. Frank Artinger scheidet auch Prof. Dr. Robert Pawlowski, Prorektor für Entwicklung, Bau und Infrastruktur, aus dem Amt und Prof. Dr. Angelika Altmann-Dieses, vormalige Prorektorin für Studium, Lehre und Internationales, war bereits im Juni 2023 zur neuen Rektorin der Hochschule Mannheim gewählt worden. „Um den künftigen Aufgaben und Herausforderungen in der nationalen und internationalen Positionierung der Hochschule gemeinsam und bestmöglich bewältigen zu können“, so die neue Rektorin, „werden wir das Rektorat schnellstmöglich wieder vervollständigen.“ 

Rose Marie Beck wurde 1964 im Schweizer Luzern geboren, wo sie 1985 auch ihre Matura ablegte. Im Anschluss daran besuchte sie die Ecole des Langues et Civilisations Françaises an der Universität Genf, bevor sie an der Universität zu Köln das Studium der Afrikanistik, Germanistik und Pädagogik aufnahm, das sie 1993 mit  dem Magister Artium abschließen konnte. Im Jahr 2000 konnte sie dort auch erfolgreich ihre Promotion in Afrikanistik verteidigen. 2008 folgte die Habilitation in den Afrikanischen Sprachwis­senschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Erste berufliche Erfahrungen im Wissenschaftsbetrieb konnte sie bereits 1994 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln sammeln. Bis 2009 folgten weitere Stationen in dieser Funktion auch an den Universitäten Hamburg und Frankfurt. 2006 erhielt sie eine Vertretungsprofessur am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg, 2010 folgte ihre Berufung auf eine W3-Professur für Afrikanistik am Institut für Afrikastudien der Universität Leipzig. 2018 wurde sie dort zur Dekanin der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften gewählt, die 48 Professuren, ca. 200 Mitarbeiter:innen, 3.000 Studierende, 44 Studiengänge, drei Museen und mehrere Sammlungen umfasst und für Drittmitteleinwerbungen in Höhe von 10 Millionen Euro pro Jahr steht. 2019 wurde sie zur Dekanesprecherin der 14 Fakultäten der Universität Leipzig gewählt und in dieser Funktion ab 2020 Mitglied des Krisenstabs der Universität Leipzig während der Pandemie. 2020 wurde sie im Amt der Dekanin einstimmig bestätigt und 2021 zur kommissarischen Direktorin des Musikinstrumentenmuseums der Universität Leipzig im Grassi ernannt.

Prof. Dr. Rose Marie Beck engagiert sich in führenden Positionen in zahlreichen internationalen Forschungsprojekten, aktuell beispielsweise im Forschungsbau „Global Hub” zur Vorbereitung der Exzellenzfähigkeit mit dem Forschungs­schwerpunkt „New Global Dynamics“ der Universität Leipzig mit einem Volumen von 34 Millionen Euro sowie im Projekt Recalibrating Afrikanistik (RecAf) mit drei afrikanischen Partneruniversitäten im Förderprogramm „Weltwissen“ der Volkswagen-Stiftung. Ein großes Anliegen ist ihr auch die Nachwuchsförderung, so wurden von ihr zahlreiche Habilitations- und Promotionsvorhaben wie auch studentische Abschlussarbeiten betreut.

Begeistert zeigt sich Rose Marie Beck von der Leidenschaft der HKA, praxisorientierter Inkubator für technologische und gesellschaftliche Innovationen zu sein. Damit nehme die Hochschule Karlsruhe auch ihren Auftrag wahr, angewandte Forschung und Lehre auf höchstem Niveau und in regionalen, überregionalen und internationalen Netzwerken auszubauen. „Ich sehe die Hochschule gut aufgestellt“, so die neue Rektorin, „mit modernen Studienangeboten junge Menschen davon zu überzeugen, sich hier zu so dringend gesuchten Fachkräften ausbilden zu lassen. Wir, aber nicht nur wir, werden in diese Zielgruppe jedoch noch stärker vermitteln müssen, dass sich das Bild des Ingenieurberufs schon deutlich gewandelt hat und sich noch weiter verändern wird. Wir werden mit fakultätsübergreifenden und interdisziplinären Studienangeboten zeigen, wie wichtig und auch spannend die technischen Berufe für die Dekarbonisierung auf dem Weg zur Klimaneutralität und in der zunehmenden Digitalisierung sind. Wir werden so versuchen, das Interesse der Jugendlichen zu gewinnen und die Attraktivität der HKA als Studienort, aber auch als Arbeitgeberin weiter zu stärken.“

Die zunehmende Bedeutung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften liege darin, dass sie der Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft verpflichtet seien und ihre Forschung und Lehre darauf ausrichten. Das zeige sich an der HKA deutlich an ihren Forschungsschwerpunkten in den Themenbereichen Ressourcen, Mobilität, Information und Arbeit und ihren elf Forschungsinstituten. Die HKA gebe so in der Wissenschafts- und TechnologieRegion Karlsruhe wichtige Impulse, indem innovative Technologien und Produkte zielgerichtet entwickelt, gemeinsam mit Unternehmen oder auch mit der Stadt Karlsruhe erprobt und als Technologietransfer rasch umgesetzt werden. Angesichts der Bedeutung der HAWen und der Profilierung der HKA in den letzten Jahren sei es daher nur folgerichtig, dass sie über den baden-württembergischen Promotionsverband der HAWen nun die Möglichkeit zur eigenständigen Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden habe. „Auf diese Aufgabe freue ich mich“, betont Rose Marie Beck. „Ich sehe hier auch die Chance zur inhaltlichen Weiterentwicklung der angewandten Forschung in der für die HKA und HAWen typischen engen Verknüpfung von Forschung und Lehre. Das entspricht auch der hiesigen Tradition, studentische Projekte zu fördern, oft in enger Kooperation mit Unternehmen, und bereitet junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler frühzeitig auf die Übersetzung aktueller Herausforderungen und konkreter Probleme in wissenschaftlichen Fragestellungen und der anschließenden systematischen Erarbeitung von Lösungen vor.“

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