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Forschung zu grünen Städten mit Mobilitätspreis ausgezeichnet

Das Verbundprojekt BlueGreenStreets zur Erforschung einer klimapositiven Gestaltung von städtischen Straßenräumen wurde mit dem 30. VCÖ Mobilitätspreis ausgezeichnet

27. September 2021

Eine hohe Wohnraumnachfrage führt in vielen Städten zu Bauaktivitäten und damit zu einem Rückgang von grünen Freiflächen. Der hiermit verbundene hohe Versiegelungsgrad und der voranschreitende Klimawandel bereiten den Städten jedoch zunehmend Probleme. Gebäude und versiegelte Flächen nehmen Wärme auf, speichern diese und führen so an heißen Sommertagen zu einem Hitzestau, der gesundheitliche Problemen zur Folge haben kann. Gleichzeitig treten, bedingt durch den Klimawandel, auch vermehrt Starkregenereignisse auf. Es kommt zu Überflutungen, weil die städtischen Entwässerungsinfrastrukturen für die Wassermengen nicht ausgelegt sind.

Auszeichnung für BlueGreenStreets

Das Verbundforschungsprojekt „BlueGreenStreets – Multifunktionale Straßenraumgestaltung“ unter der Federführung der HafenCity Universität Hamburg hat sich dieser Problematik angenommen und wurde nun für seine Konzepte für eine klimapositive städtische Straßeninfrastruktur am vergangenen Freitag, 24. September 2021, mit dem 30. VCÖ Mobilitätspreis in der Kategorie „Internationale Vorbildprojekte“ in Wien ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung werden die besten Projekte in 13 Kategorien von Bundesministerin Leonore Gewessler und dem ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Andreas Matthä ausgezeichnet.

Kooperationspartner des Projekts

Kooperationspartner beim Projekt BlueGreenStreets sind neben der Hochschule Karlsruhe (Die HKA) die bgmr Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin, die Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker, Hoppegarten, das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin, die GEO-NET Umweltconsulting GmbH, Hannover, sowie die Technische Universität Berlin. Zu den kommunalen Partnern zählen die Städte Hamburg, Berlin, Bochum, Bremen, Neuenhagen sowie Solingen. Das Forschungsvorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und hat eine Laufzeit von drei Jahren bis Februar 2022.

Expertise der HKA

Das Institut für Verkehr und Infrastruktur (IVI) der HKA bringt Expertise in verschiedenen Arbeitspaketen des Projekts ein: Prof. Dr. Jochen Eckart von der Fakultät für Informationsmanagement und Medien untersucht und bewertet anhand von Pilotstandorten Konzepte zur Rückhaltung von Starkniederschlägen im Straßenraum in Form von Notwasserwegen. Zudem wird analysiert, welche Schutzfracht das Niederschlagswasser von Straßen hat. Prof. Dr. Markus Stöckner von der Fakultät für Architektur und Bauwesen entwickelt Konzepte und ein Tool für ein integriertes Sanierungsmanagement von Straßen und der Kanalisation. Insgesamt unterstützt das IVI einen multicodierten Straßenraumentwurf, bei dem die Belange der Starkregenvorsorge, Hitzeanpassung und Straßenraumbegrünung mit den verkehrlichen Belangen abgestimmt werden. Die Ergebnisse fließen in eine BlueGreenStreets-Toolbox ein, die Praxisakteure in der täglichen Umsetzung unterstützt.

Das Institut für Verkehr und Infrastruktur an der HKA

Das Institut für Verkehr und Infrastruktur wurde 2015 an der HKA gegründet. Es entwickelt und erprobt Konzepte zur nachhaltigen Gestaltung unseres Verkehrssystems. Die zentrale Fragestellung ist, welche Anpassungen notwendig sind um eine zukunftsorientierte ökologische, ökonomische und gesellschaftlich verträgliche Mobilität zu ermöglichen. Eckpunkte bilden der Klimaschutz, die Resilienz der Verkehrsinfrastruktur, der demografische Wandel, die Globalisierung und die Digitalisierung.

Kontakt

Presse und Kommunikation
Cordula Boll

Tel.: +49(0)721 925-1014
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