Die Europäische Kommission hat den Antrag „Next INGENIUM“ im Rahmen der Ausschreibung „Erasmus+ European Universities“ ausgewählt. Damit erhält die europäische Hochschulallianz INGENIUM eine weitere Erasmus+-Förderung bis Dezember 2028 in Höhe von rund 7,2 Millionen Euro. Die Förderzusage markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt für die Allianz: Nach den ersten Jahren des Aufbaus gemeinsamer Strukturen und der Intensivierung der Zusammenarbeit richtet INGENIUM den Fokus nun auf die vertiefte institutionelle Integration seiner zehn Mitgliedsuniversitäten. „Next INGENIUM“ baut auf den Grundlagen auf, die die Allianz seit ihrer Gründung geschaffen hat. Dazu gehören gemeinsame Governance-Strukturen, Bildungsrahmen und Leitlinien in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Inklusion, Mehrsprachigkeit sowie Gesundheit und Wohlbefinden. In der kommenden Förderphase sollen diese Elemente noch stärker in den Hochschulalltag der beteiligten Einrichtungen integriert werden.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Europäischen Universität
Die neue Förderphase kommt zu einem Zeitpunkt, an dem INGENIUM bereits zentrale Meilensteine erreicht hat. Die Allianz hat ihren ersten akkreditierten gemeinsamen Masterstudiengang gestartet, zwölf Pathway-Programme entwickelt und arbeitet an der Einrichtung einer eigenen juristischen Person auf Grundlage eines Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Bis 2035 verfolgt INGENIUM das Ziel, als gemeinsame europäische Universität mit zehn Standorten zu wirken. Dafür sollen unter anderem gemeinsame akademische Prozesse, erweiterte Mobilitätsmöglichkeiten, gemeinsame Abschlüsse und nachhaltige Strukturen geschaffen werden, die über einzelne Förderzeiträume hinaus Bestand haben.
Von der Zusammenarbeit zur gemeinsamen Bildungsstruktur
In der kommenden Phase konzentriert sich INGENIUM auf vier zentrale Handlungsfelder: institutionelle Transformation und Governance, Studium und Lehre, externe Vernetzung sowie Kommunikation und Interessenvertretung. Im Bildungsbereich sollen gemeinsame Studienangebote weiter ausgebaut, flexible Studienpfade entwickelt und die Verbindung zwischen Forschung und Lehre gestärkt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die INGENIUM Staff Academy, die Lehrende aus den Partnerhochschulen bei der gemeinsamen Entwicklung innovativer Bildungsangebote unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung europäischer Mobilität. Durch eine gemeinsame Mobilitätscharta und eine zentrale Anlaufstelle soll internationale Erfahrung stärker zu einem festen Bestandteil des Studiums werden. Gleichzeitig wird INGENIUM die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen weiter ausbauen, um Bildungsangebote an zukünftigen Kompetenzbedarfen auszurichten.
Gemeinsame Vision für 2035
Bereits im Februar 2026 verabschiedeten die Rektor:innen und Präsident:innen der zehn Mitgliedsuniversitäten ein überarbeitetes Leitbild für INGENIUM. Darin beschreibt die Allianz ihre Identität als „Allianz der Vielfalt“ und bekräftigt ihr Ziel einer tiefgreifenden institutionellen Transformation. Bis 2035 soll INGENIUM eine vollständig integrierte europäische Universität mit zehn Standorten in der Europäischen Union sein, anerkannt für die Qualität, Inklusivität und gesellschaftliche Relevanz ihrer Bildung sowie für ihren Beitrag zur Weiterentwicklung des europäischen Hochschulwesens.