Im Rahmen der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) waren am 9. Oktober 2026 Schülerinnen des St. Dominikus und des Humboldt-Gymnasiums bei uns Wölfen auf der Spur – mit Machine Learning und Geoinformationssystemen (GIS). Ziel der SIA ist es, über ein ganzes Schuljahr Einblicke zu gewähren in das breite Feld von mit MINT assoziierten Berufsfeldern und Studiengängen. Im Zuge der Weiterentwicklung unserer Geo-Studiengänge waren im Open Geo-Data-Science Space gemeinsam mit Studierenden zwei Einheiten entstanden, die spannende Fragestellungen zum Thema Wolf mit für Geodata Science typischen Methoden verknüpfen.
Zuerst wurde anhand einer Auswahl von Fotos überlegt, wie der Computer im Vergleich zum Menschen lernt, Bilder von Wölfen und Hunden voneinander zu unterscheiden. Das anschließende Testen eines trainierten Modells führte zu vielen Lachern. Im Anschluss wurden Kriterien auf Geodaten angewandt, um auf potentielle Rückzugsräume für den Wolf im Nordschwarzwald zu schließen. Der Vergleich mit Daten zu den Sichtungen lud nicht nur dazu ein, das Vorgehen kritisch zu reflektieren, sondern ermöglichte darüber hinaus, eine Verknüpfung zwischen beiden Einheiten herzustellen. Den aufgeweckten Schülerinnen machte es sichtlich Spaß!
Am 15. Oktober 2026 kamen dann die Vermessungstechniker-Azubis des 3. Lehrjahrs der Heinrich-Hübsch-Schule zu uns, die mit Geodaten bereits vertraut sind. Auch hier konnten die beiden Einheiten ein gutes Verständnis aufbauen zu dem, was an neuen Methoden ansteht bzw. was über den Tellerrand der Vermessung hinaus an spannenden Themen wartet (z. B. Analysen mit GIS). Weitere Einblicke dazu, wie vielfältig Daten mit Raumbezug sein können, gewährte der Besuch unserer Atlantensammlung. Denn wie Geodaten heutzutage vorgehalten und mit ihnen gearbeitet wird, erklärt sich daraus, wie über Jahrhunderte in der analogen Welt mittels Karten gearbeitet wurde, um die Vielfalt an Themen zu visualisieren und zu interpretieren. Mit etwas Zeit konnte sich alle Besucher Karten je nach Interesse anschauen. Auf Wunsch gab es im Anschluss noch eine Art Quiz zu Satellitenbildern, wobei es nicht nur um das Raten ging, was die Bilddaten jeweils zeigen. Zum Abschluss stellten Professorin Gertrud Schaab und die Data Science-Studentin Robin Steil das neue Studienangebot zu Geodata Science vor, als Vertiefungsrichtung auf Bachelor-Ebene und zum WiSe 2027/28 als neu aufgesetzter internationaler Master. Vielleicht sehen wir den ein oder anderen Besucher bald im Studium wieder.
Der Raumbezug macht das Arbeiten mit (Geo-)Daten von Anfang an anschaulich. Aufgrund der Fülle an Themen bleibt es abwechslungsreich – und bietet vielfältige Jobmöglichkeiten. Wir freuen uns über weitere Besuche!