Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Überblick

Intelligentes Energiemanagement

In einer Zeit volatiler Energiemärkte und steigender Nachhaltigkeitsanforderungen ist Energie für Unternehmen längst mehr als nur ein Kostenfaktor – sie ist eine strategische Ressource. Doch wie transformiert man ein klassisches Versorgungssystem in ein intelligentes, reaktionsfähiges Netzwerk?

Der Zertifikatskurs  „Intelligentes Energiemanagement“ schließt die Lücke zwischen technischer Innovation und betriebswirtschaftlicher Optimierung. Wir zeigen Ihnen nicht nur, wo die Einsparpotenziale schlummern, sondern wie Sie diese durch den Einsatz von Smart-Data, KI-gestützten Prognosen und modernster Sektorenkopplung aktiv heben.

Unsere Professoren der Hochschule Karlsruhe aus dem Bereich Elektro- und Informationstechnik entwickeln mit Ihnen eine Roadmap zur Auslegung und Planung einer technischen Betriebsoptimierung. Unsere Praxispartner aus Energiewirtschaft, IT und integrierter Gebäudetechnik vermitteln das Know-How zur flexiblen, datenbasierten Steuerung und Beschaffung am Energiemarkt. Durch dieses Zusammenwirken vermittelt der praxisorientierte Zertifikatskurs in wenigen Tagen neue Kompetenzen, die Ihr Unternehmen zukunftssicher und langfristig energieautarker aufstellen wird. 

Energiekosten senken, Effizienz steigern: Werden Sie zum Architekten der betrieblichen Energiewende

Kontakt

Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung
Stefanie Kirsch
Referentin Netzwerk und Weiterbildung

Tel.: +49 (0)721 925-2814
stefanie.kirschspam prevention@h-ka.de

Geb. E, 2. OG
Wilhelm-Schickard-Straße 9
76131 Karlsruhe

Ihr Vorteile

  • Wettbewerbsvorteil durch Transparenz: Lernen Sie, Lastspitzen nicht nur zu messen, sondern durch intelligente Steuerung aktiv zu kappen.
  • Zukunftssicherheit: Meistern Sie die Integration erneuerbarer Energien und Speicherlösungen in Ihre bestehende Infrastruktur.
  • Direkter Praxistransfer: Entwickeln Sie Strategien, die sich unmittelbar in der Bilanz Ihres Unternehmens niederschlagen und die CO2-Bilanz nachhaltig verbessern.
  • Offen für alle Qualifikationsstufen: Kein akademischer Abschluss erforderlich
  • Staatlich gefördert: Attraktive Finanzierungsmöglichkeiten dank ESF-Förderung. Sie sparen mehr als 60 % der Weiterbildungskosten gegenüber einem regulären Angebot.

Das Zertifikatsstudium Intelligentes Energiemanagement ist auf die Anforderungen von mittelständischen Unternehmen zugeschnitten und zeigt Ihnen anwendungsorientiert, wie Sie jährlich bis zu 40% Ihrer Energiekosten einsparen können.

Auf einen Blick

AbschlussCertificate of Basic Studies (CBS)
Beginn18. November 2026
FormatPräsenz 
ECTS9 CP
Dauer9 Tage 
ZulassungsvoraussetzungenAllgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder berufliche Qualifikation
KostenGesamtkurs € 2.184,- (Module auch einzeln buchbar, s. Organisation und Termine)

Für wen ist diese Weiterbildung geeignet?

  • Unternehmen mit hohem Energieeinsatz und energiebezogenen Investitionsentscheidungen
  • Industrie und produzierendem Gewerbe
  • Energieversorgung und Infrastruktur
  • Immobilienwirtschaft und Gebäudebestandshaltern
  • Projektentwicklung (Erneuerbare Energien, Energieinfrastruktur)
  • Finanzwirtschaft mit energiebezogenem Finanzierungs- oder Investitionsfokus
  • Geschäftsführung (KMU) und strategische Unternehmensentwicklung
  • Energieberater/auditor:innen
  • Gebäudetechniker/-verwalter:innen, Facility Management, Elektrotechnik, Fertigungstechnologien, HVAC-Technik 

     

Beispiele für Anwendungsfelder nach Zielgruppe
Energieintensive Industrie
  • Kostensenkung: Reduktion von Energiekosten durch Lastspitzenmanagement (Peak Shaving) und dynamische Tarifnutzung
  • Effizienzsteigerung: Optimierung von Produktionsprozessen durch Echtzeit-Monitoring und KI-gestützte Analysen
  • CO₂-Bilanzverbesserung: Automatisierte Steuerung von Energieflüssen zur Erreichung von Klimazielen (z. B. durch Integration erneuerbarer Energien)
  • Resilienz: Absicherung gegen Energieengpässe durch Notfallpläne und redundante Systeme
  • Compliance: Einhaltung von regulatorischen Vorgaben (z. B. EU-Taxonomie, ISO 50001, ISO 140001).
Prodzierendes Gewerbe
  • Prozessoptimierung: Anpassung von Maschinenlaufzeiten an Energiepreise oder -verfügbarkeit (z. B. durch Demand Response)
  • Wartungsvorhersage: Predictive Maintenance für energieintensive Anlagen (z. B. Öfen, Kompressoren) zur Vermeidung von Ausfallzeiten
  • Energieautarkie: Nutzung von Eigenstrom (z. B. PV-Anlagen) und Speichern zur Unabhängigkeit vom Netz
  • Sektorkopplung: Integration von Strom, Wärme und Mobilität (z. B. durch Power-to-Heat oder Ladeinfrastruktur)
  • Fördermittel: Zugang zu Subventionen durch Nachweis von Energieeffizienzmaßnahmen.
Geschäftsführung von KMU
  • Transparenz: Übersicht über Energieverbräuche pro Abteilung, Maschine oder Produkt (z. B. via Dashboards)
  • Investitionssicherheit: Datenbasierte Entscheidungen für Modernisierungen (z. B. LED-Beleuchtung, Wärmepumpen)
  • Wettbewerbsvorteile: Positionierung als nachhaltiger Betrieb (z. B. für Green-Label-Zertifizierungen)
  • Skalierbarkeit: Schrittweise Einführung von Energiemanagement-Systemen (EMS) ohne hohe Anfangsinvestitionen.
Energieberater/innen
  • Datengetriebene Analysen: Nutzung von Echtzeitdaten für präzise Energieaudits und Sanierungsempfehlungen
  • Kundenbindung: Angebot von Monitoring-Services als wiederkehrende Einnahmequelle
  • Benchmarking: Vergleich von Energieeffizienz zwischen Standorten oder Branchen.
  • Förderberatung: Identifikation von Förderprogrammen (z. B. BAFA, KfW) für Kunden.
Gebäudetechniker/innen (TGA)
  • Automatisierte Steuerung: Vernetzung von HLK-Anlagen (Heizung, Lüftung, Klima) mit Wetterdaten oder Nutzungsprofilen
  • Energie-Monitoring: Erkennung von Ineffizienzen (z. B. undichte Rohre, falsch eingestellte Regelungen)
  • Integration erneuerbarer Energien: Steuerung von Hybrid-Systemen (z. B. PV + Wärmepumpe + Batteriespeicher)
  • Nutzerkomfort: Dynamische Anpassung von Raumklima oder Beleuchtung an Bedürfnisse (z. B. via Präsenzsensoren).
Immobilienwirtschaft
  • Wertsteigerung: Höhere Attraktivität von Gebäuden durch niedrige Betriebskosten und Nachhaltigkeitszertifikate (z. B. DGNB, LEED)
  • Mieterbindung: Angebot von Energie-Einsparmodellen (z. B. Mieterstromkonzepte).
  • Portfolio-Optimierung: Priorisierung von Sanierungsmaßnahmen basierend auf ROI-Analysen
  • Risikominimierung: Vermeidung von Leerständen durch energieeffiziente Gebäude mit niedrigen Nebenkosten.
Finanzwirtschaft / Banken
  • Kreditbewertung: Einbeziehung von Energieeffizienz in Bonitätsanalysen (z. B. für Green Loans)
  • Risikomanagement: Bewertung von Klimarisiken (z. B. CO₂-Preise, Energiepreisschwankungen) in Portfolios
  • Produktinnovation: Entwicklung von Finanzierungsmodellen für Energiesparprojekte (z. B. Contracting, Leasing)
  • Nachhaltigkeitsreporting: Erfüllung von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) für Investoren.
Inhalte Dozierende Organisation & Termine Anmeldung

Die Weiterbildung Zertifikatsstudium Intelligentes Energiemanagement wurde es im Rahmen des Projekts KPKI an der Hochschule Karlsruhe entwickelt.  Das Projekt KPKI: Klimaneutrale Produktion - Nachhaltig mit KI wird kofinanziert von der Europäischen Union.

Außerdem wird das Zertifikatsstudium von der Deutschen Energie-Agentur (dena) anerkannt und für die Verlängerung der Eintragung in der Energieeffizienz-Expertenliste mit 72 Unterrichtseinheiten angerechnet.