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Gertrud Schaab
Campus der University of Pretoria, wenn die Jacaranda-Bäume blühen (links, Foto: Gertrud Schaab) und Ausschnitt aus dem Titelblatt zur Veröffentlichung der 28 thematischen Karten (rechts)

Studentische Arbeiten aus Südafrika für den Einsatz in der Lehre

Thematische Karten helfen, statistische Daten zu interpretieren. In einem Land wie Südafrika trägt die kartographisch gekonnte Visualisierung multivariater Daten dazu bei, die Herausforderungen bei den vorherrschenden Themen Ungleichheit, Angebot elementarer Dienstleistungen und Transformation besser zu verstehen.

Die studentischen Karten sind Im Aug./Sep. 2017 entstanden, als Frau Prof. Dr. Gertrud Schaab eine Lehrveranstaltung zur Thematischen Kartographie während eines Gastaufenthalts an der University of Pretoria anbot. Im Vergleich zu Deutschland gibt es in Südafrika keine große Tradition für thematische Karten, d.h. es ist dort ein wenig beachtetes Teilgebiet der Kartographie. Während eines zweiten Aufenthalts als Visiting Professor (Sep. – Mitte Nov. 2019) – d.h. eingeladen und teilfinanziert durch die UP, dies im Rahmen ihres Forschungssemester – konnte Gertrud Schaab dieses Mal zwar nicht in der Lehre unterstützen, dafür aber entstanden drei Veröffentlichungen.

Frei zugänglich sind nun 28 Karten der nördlichen vier Provinzen zu sieben Themen: jeweils die beiden studentischen Lösungen als schwarzweiße, traditionell umgesetzte Karte sowie eine farbige Karte, bei der Infographik-Elemente willkommen waren, sowie zwei weiter verbesserte Versionen der studentischen Karten. Diese wurden durch Sybil Adams umgesetzt, die an der HsKA ihren Master in Geomatics absolviert und somit nicht nur eine starke kartographische Ausbildung in den USA sondern auch bei uns genossen hat.

Normalerweise macht man sich als Lehrende nicht die Mühe, studentische Arbeiten weiter zu verbessern. Um den Studierenden jedoch auch noch aus der Ferne Feedback zu ihren Projektarbeiten zu geben, wurde dieser Aufwand betrieben, eindeutig motiviert durch die Vielfalt der studentischen Ergebnisse. Damit steht nun ein Kartensatz zur Verfügung, der in der Lehre eingesetzt werden kann, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche kartographische Darstellungsmethoden andere Einsichten in Daten ermöglichen und warum die Einhaltung kartographischer Regeln und Konventionen Sinn macht, um mittels raumbezogener Visualisierung statistischer Daten räumliche Muster aufzudecken. Interesse?

Link: http://hdl.handle.net/2263/75571