Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Gruppe von etwa zwanzig Personen in Businesskleidung steht auf einer Rasenfläche vor einem Schild mit dem INGENIUM-Logo und Bäumen im Hintergrund – Teilnehmende des INGENIUM-Allianzrats in Rouen, Juni 2026.

INGENIUM-Allianz plant langfristige Zukunft

INGENIUM-Allianz sichert Zukunft der europäischen Hochschulzusammenarbeit

Am 16. Juni 2026 versammelten sich die Vertreterinnen und Vertreter der zehn Partneruniversitäten der INGENIUM European University Alliance an der Universität Rouen-Normandie zu einer Sitzung des Allianzrats. Die Gastgeberin beging gleichzeitig ihr 60-jähriges Bestehen. Ziel der Sitzung war es, auf die erste Förderphase der Allianz zurückzublicken und die strategische Ausrichtung für die Zeit danach zu beschließen.

Erste externe Bewertung und laufender Förderantrag

INGENIUM hat seine erste externe Bewertung im Rahmen des institutionellen Evaluierungsprogramms der European University Association abgeschlossen, als erste Allianz dieser Art, die an diesem Programm teilgenommen hat. Parallel dazu wartet die Allianz auf die Entscheidung über ihren Förderantrag „Next INGENIUM“ für den Zeitraum 2027–2028, dessen Ergebnis in der zweiten Julihälfte 2026 erwartet wird.

Bildungsangebot mit europäischer Premiere

Ein zentrales Ergebnis des vergangenen akademischen Jahres ist die erste Akkreditierung im Rahmen des „European Approach for Quality Assurance of Joint Programmes“: Der gemeinsame Masterstudiengang „Chemische und biochemische Verfahrenstechnologien“ – angeboten von der Technischen Universität Gheorghe Asachi Iaşi, der Universität Rouen-Normandie und der Universität Oviedo, erhielt die Zertifizierung durch die rumänische Akkreditierungsagentur ARACIS. Es ist die erste Akkreditierung dieser Art in Rumänien; der Studiengang nimmt den Lehrbetrieb im kommenden akademischen Jahr auf.

Darüber hinaus befinden sich zwölf der dreizehn Pathway-Programme der Allianz, bis zu vierzehn Micro-Credentials sowie ein weiterer gemeinsamer Masterstudiengang im Bereich nachhaltiges maritimes Management und Küstenschutz kurz vor dem Abschluss ihrer jeweiligen Akkreditierungsverfahren.

Strategische Kontinuität unabhängig von Fördermitteln

Die zentrale Entscheidung des Rats betrifft die Zukunftssicherung der Allianz: Die Partneruniversitäten einigten sich auf ein verbindliches Minimum an institutionellen Verpflichtungen, das unabhängig vom Ausgang der Förderentscheidung gilt. Den Kern bilden gemeinsame und kooperative Studiengänge, Mobilitätsprogramme im Rahmen von Erasmus+ KA131, Blended Intensive Programmes sowie ein wachsendes Angebot an Micro-Credentials, koordiniert in einem schlanken Jahreszyklus.

Der Vorsitzende des Allianzrats, Prof. Ignacio Villaverde (Rektor der Universität Oviedo), brachte die Haltung der Partner auf den Punkt: „Die Dynamik, die wir geschaffen haben, muss unabhängig vom Ergebnis einzelner Förderausschreibungen weiterbestehen.“ Er ergänzte: „Unsere Zusammenarbeit birgt so viel Potenzial, dass wir uns nicht ausschließlich auf externe Fördermittel der Europäischen Union verlassen können. Wir müssen sie auch mit unseren eigenen Mitteln tragen, um ihre Reichweite optimal zu nutzen.“

Gründung eines Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit

Um die institutionelle Basis dauerhaft zu sichern, gründet INGENIUM einen Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Der Hauptsitz wird an der Fachhochschule Südostfinnland (Xamk) liegen. Der Antrag liegt den finnischen Behörden vor; die Registrierung wird voraussichtlich zur Jahreswende 2026/2027 erfolgen. Die neue juristische Person soll in ihrer ersten Phase drei Funktionen übernehmen: die Einwerbung externer Fördermittel, die Vertretung der Allianz gegenüber europäischen Institutionen und die Koordination des jährlichen Bildungszyklus.

Abschlusskonferenz im November 2026

Nach Bekanntgabe der Förderergebnisse wird INGENIUM eine weitere Sitzung einberufen, um den Übergang in die nächste Phase vorzubereiten. Die erste Förderphase der Allianz endet mit einer Abschlusskonferenz Ende November 2026 unter Leitung der Universität Oviedo.