Am Institut für Intelligente Interaktion und Immersive Erfahrung (IIIX) gibt es gleich zwei Gründe zur Freude: Melinda Braun und Thorsten Zylowski haben ihre Dissertationen an der Universität Hohenheim erfolgreich verteidigt, Melinda Braun am 22.07.2026 und Thorsten Zylowski am 10.09.2026. Erstbetreuer beider Arbeiten war Prof. Dr. Matthias Wölfel, die Zweitbetreuung übernahmen Prof. Dr. Jens Vogelgesang und Prof. Dr. Thomas Dimpfl.
Melinda Braun untersuchte in ihrer Dissertation „Adaptierte Mensch-Maschine-Schnittstellen für Menschen mit intellektuellen Behinderungen“, wie sich digitale Schnittstellen gezielt an die Bedürfnisse dieser Zielgruppe anpassen lassen. Die Arbeit entstand im Projekt „Teilhabe Digital“, in dem mehrere Hochschulen und Einrichtungen der Behindertenhilfe erforschten, wie moderne Technologien die soziale Teilhabe von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung verbessern können. Dafür entwickelte und erprobte Melinda Braun gemeinsam mit Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung verschiedene Formen von Schnittstellen und leitete daraus Gestaltungsempfehlungen ab.
Thorsten Zylowski ging in seiner Dissertation „Der Einfluss von Explainable AI auf das Vertrauen in Systeme künstlicher Intelligenz“ der Frage nach, ob und wie Erklärungen zu KI-Entscheidungen das Vertrauen der Nutzer*innen beeinflussen. In mehreren Studien mit Schüler*innen in KI-Workshops sowie in Online-Experimenten verglich er Chatbots mit und ohne Erklärungen. Die Ergebnisse zeigen: Vertrauen entsteht vor allem dann, wenn die Erklärungen zum Vorwissen der Nutzer*innen passen. Werden sie nicht verstanden, kann das Vertrauen sogar sinken.
Beide Dissertationen zeigen die Vielfalt der Forschung am IIIX und ihren Bezug zu gesellschaftlich relevanten Fragen, von digitaler Teilhabe bis zum Vertrauen in KI-Systeme. Wir gratulieren Melinda Braun und Thorsten Zylowski herzlich und wünschen ihnen für ihren weiteren Weg alles Gute!