eTruckCharge
E-Mobilität grenzenlos - Föderierter Ladepark für nachhaltigen Güterverkehr am Oberrhein
Die Hochschule Karlsruhe - vertreten durch das Institut für Datenzentrierte Softwaresysteme (IDSS)- ist Konsortialleiter des Verbundvorhabens und koordiniert die Zusammenarbeit von insgesamt 12 Projektpartnern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.
Ziel des Projekts ist die Konzeption eines grenz- und unternehmensübergreifenden „föderierten Ladeparks" für elektrische Lkw am Oberrhein: Bereits heute an gewerblichen Standorten – Logistikzentren, Lagerhallen, Fahrzeugdepots, Industrieparks – vorhandene Ladekapazitäten sollen über ein im Projekt entwickeltes IT-System kontrolliert für Geschäftspartner und weitere Nutzer geöffnet und buchbar gemacht werden. So können Speditionen Ladekapazitäten entlang ihrer Routen reservieren und grenzüberschreitende Touren sicher und planbar gestalten. Neben der Projektkoordination bringt das IDSS insbesondere seine Expertise in den Bereichen verteilte Softwaresysteme und E-Mobility ein: Das Institut entwickelt ein Softwaresystem zur Verwaltung des föderierten Ladeparks, welches Unternehmen ermöglicht, ihre Ladekapazitäten über Unternehmensgrenzen hinweg kontrolliert zu teilen. Ergänzend arbeiten wir an digitalen Zwillingen zur Echtzeitabbildung der Ladeinfrastruktur sowie an föderiert trainierten Prognoseverfahren, mit denen sich Belegung, Ankunfts- und Abfahrtszeiten sowie Lastspitzen vorhersagen lassen, ohne dass Trainingsdaten zentral zusammengeführt werden müssen. Das Vorhaben eTruckCharge (Projekt-Ref.: B1-8) wird im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union kofinanziert.
Offizielle Projektseite bei Interreg Oberrhein
Interreg Oberrhein
Motivation
Wie lässt sich die Ladeinfrastruktur für elektrische LKW, die heute schon an Logistikzentren, Lagerhallen und Fahrzeugdepots am Oberrhein vorhanden ist, künftig auch grenz- und unternehmensübergreifend nutzen? Genau das erforscht das Forschungsprojekt eTruckCharge.
Wesentliche Forschungsfragen des Projekts sind:
- Wie kann ein IT-System konzipiert werden, mit dem Unternehmen ihre Ladestationen für Geschäftspartner kontrolliert öffnen und buchbar machen können – im Sinne eines „föderierten Ladeparks"?
- Wie lässt sich der Ladebedarf bereits während der Fahrt KI-gestützt prognostizieren und die Ladevorgänge mathematisch optimiert steuern – unter Berücksichtigung lokal geltender Strompreise?
- Wie kann ein KI-gestütztes System zur Angriffs- und Anomalieerkennung auf Basis föderierten Lernens gestaltet werden – ganz ohne Austausch sensibler Rohdaten?
Geförderte Projektpartner
- Hochschule Karlsruhe (HKA) – Konsortialleiter, vertreten durch das Institut für Datenzentrierte Softwaresysteme (IDSS)
- Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) Lehrstuhl für Mechatronik in Maschinenbau und Fahrzeugtechnik
- Campus de Strasbourg (CESI)
- Chambre de Commerce et d'Industrie Alsace Eurométropole (CCI)
- Eurométropole de Strasbourg (EMS)
- FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz – Institut für Mobile und Verteilte Systeme (IMVS)
Assoziierte Partner
- Technologieregion Karlsruhe GmbH
- Verband Region Rhein-Neckar
- Walter Schmitt GmbH
- Fachspedition Karl Dischinger GmbH
- Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz
- CHARGEMAP SAS
Partnerbeiträge
Stand
Laufzeit: 07/2026 - 06/2029
Kontakt
Projektkoordinator
Prof. Dr.-Ing. Zoltán Nochta
Projektförderung
Das Projekt eTruckCharge (Projekt-Ref.: B1-8) wird im Rahmen des Interreg-Programms Oberrhein aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union kofinanziert. Die Schweizerische Eidgenossenschaft (Neue Regionalpolitik, NPR) sowie die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn beteiligen sich an der Finanzierung der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).