Klimaschutz aus unterschiedlichen Perspektiven
HKA-Gruppe besucht LCOY 2026
40 Teilnehmende aus den Studiengängen GTMB, EU4M, UIWB, EITB-I und DSCB der Hochschule Karlsruhe (HKA) besuchten gemeinsam die LCOY 2026 in München. Die fakultätsübergreifende Gruppe konnte sich ein individuelles Programm zusammenstellen und mit Menschen aus Wissenschaft, Politik, NGOs und Aktivismus ins Gespräch kommen. Auch die HKA brachte ihre Erfahrungen ein: Prof. Dr. Jan Bauer und Prof. Dr. Olivier Schecker berichteten über das HKA Ter.r.a Puzzle.
Von nachhaltiger Mode bis zur europäischen Klimapolitik
Wie lässt sich Fast Fashion überwinden? Wie widerstandsfähig ist unsere Energieversorgung? Und welche Rolle spielen Regulierung und Standards für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft? Das Programm der LCOY bot vielfältige Möglichkeiten, sich mit aktuellen Fragen des Klimaschutzes auseinanderzusetzen.
Aus zahlreichen parallel stattfindenden Vorträgen, Workshops und Diskussionen konnten die Teilnehmenden Angebote nach ihren eigenen Interessen auswählen. Ein Workshop lud beispielsweise dazu ein, aus der Perspektive des Jahres 2040 einen Weg von Fast zu Slow Fashion zu entwickeln. Weitere Sessions beschäftigten sich mit der Resilienz der Energieversorgung und den Chancen und Zielkonflikten des europäischen Emissionshandels.
Neben technischen und wirtschaftlichen Fragen standen gesellschaftliche Aspekte im Mittelpunkt: Wie können junge Menschen kommunale Klimapolitik mitgestalten? Wie lässt sich Klimaschutz sozial ausgewogen umsetzen? Welche Handlungsspielräume hat zivilgesellschaftlicher Protest? Ein Kamingespräch mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Dirk Messner, bot zudem Einblicke in die wissenschaftliche Politikberatung.
HKA Ter.r.a Puzzle: Beteiligung als entscheidendes Puzzleteil
Einen eigenen Programmpunkt gestalteten Prof. Dr. Jan Bauer(EIT) und Prof. Dr. Olivier Schecker(MMT). Unter dem Titel „Das fehlende Puzzleteil der Partizipation“ berichteten sie über ihre Erfahrungen mit dem HKA Ter.r.a Puzzle und dem damit verbundenen Guinness-Weltrekord-Versuch für die weltweit größte Klima-Lehrveranstaltung.
Im Mittelpunkt standen die Möglichkeiten und Schwierigkeiten, eine Veranstaltung dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen. Dabei ging es insbesondere um die Mobilisierung der Studierenden: Ein tragfähiges Konzept und eine aufwendige Organisation allein reichen nicht aus, wenn die aktive Beteiligung ausbleibt. Der Vortrag verband einen ehrlichen Rückblick mit der Ermutigung, große Ideen zu entwickeln und die Ansprache potenzieller Teilnehmender frühzeitig mitzudenken.
Gemeinsam lernen und Kontakte knüpfen
Auch abseits der fachlichen Sessions gab es Raum für Begegnungen. Angebote wie Science-Slam, Tauschbörse, Karaoke und gemeinsames Joggen ergänzten das Programm und ermöglichten einen Austausch in entspannter Atmosphäre.
Für Studierende, die Klimaschutz aus neuen Perspektiven kennenlernen und eigene Ideen einbringen möchten, bietet der gemeinsame Besuch eine motivierende Gelegenheit, über den eigenen Studiengang-rand hinauszuschauen und sich zu HKA weit zu vernetzen. Auch im kommenden Jahr möchte die HKA mit einer noch größeren und vielfältigeren Gruppe von Studierenden zur LCOY fahren – um gemeinsam zu lernen, mitzudiskutieren, sich zu vernetzen und die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Wir laden Sie herzlich ein, Teil dieser Gruppe zu werden!
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Presse und Kommunikation
Leitung
Melanie Unseld