Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Mit den acht Transformationsstellen des MWK treibt die Hochschule Karlsruhe (HKA) die strategische Weiterentwicklung ihres Studienportfolios voran. Fünf neue Studiengänge unterstützen gezielt die Hightech-Agenden von Land und Bund und stärken die technologische Souveränität Deutschlands. 

Die Hochschule Karlsruhe (HKA) richtet sich mithilfe des „Zukunftsprogramms Hochschulen 2030“ der Landesregierung Baden-Württembergs strategisch neu aus. Hierzu hat die HKA acht Transformationsstellen erhalten, die sie aus eigener Kraft mit weiteren, neu ausgerichteten Professuren ergänzt hat. „Mit seinem Förderprogramm investiert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) in die vorgezogene Besetzung neuer Professuren und beschleunigt damit den dringenden und zeitgemäßen Umbau von Studiengangportfolios“, sagte Prof. Dr. Rose Marie Beck, Rektorin der HKA, in einer Pressekonferenz am 03.11.2026 in Stuttgart. „Die politische und strukturelle Wirkung ist immens.“ 

Die HKA und die weiteren 23 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Baden-Württemberg sichern als Ausbildungsstätte akademischer Fachkräfte Innovation und Wohlstand. Allerdings stehen sie heute vor der Aufgabe, rechtzeitig erkennen und reagieren zu können, welche Berufe zukünftig benötigt werden, um die Innovationskraft des Wirtschaftsstandorts zu sichern. „Aus diesem Grund müssen sich die Hochschulen selbst transformieren. Dazu braucht es Mut und Risikobereitschaft seitens der Hochschulen. Ohne die Unterstützung der Politik und des Ministeriums hätte die HKA die Transformation nicht in dem hohen Tempo durchführen können“, so Beck weiter.   

Die vier neuen Studiengänge der HKA mit Transformationsprofessuren:

Neuer Studiengang „Quantencomputing“ am Start
In diesem Wintersemester startete die HKA den ersten Bachelorstudiengang Quantencomputing im deutschsprachigen Raum. Die HKA fokussiert mit dem Studiengang gezielt auf die industrielle Anwendbarkeit quantenbasierter KI-Verfahren und bildet damit hochqualifizierte Fachkräfte aus. Für den Studiengang hat die HKA mittels der Spendenkampagne „1.000 Quantenpioniere“ einen Quantencomputer erworben. „Unternehmen, Alumni, Bürgerinnen und Bürger haben bereits 530.000 Euro gespendet. So mobilisiert ein Studiengang eine ganze Region und sichert einen wichtigen Baustein zur technologischen Souveränität“, sagte Beck. In diesen Studiengang flossen zwei Transformationsprofessuren des MWK („Schnittstellen von Quantencomputern“ und „Quantenoperationen“). Der Studiengang wird gemeinsam getragen von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie von der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik.

Management kritischer Infrastrukturen
Zum Wintersemester 2027/28 startet die HKA den Bachelorstudiengang Management kritischer Infrastrukturen. Der Studiengang wird mit drei vom Land finanzierten Transformationsprofessuren unterstützt („Risikomanagement und Resilienz von Verkehrsinfrastruktur“, „Resiliente Energieversorgung“ und „Ethik und Recht kritischer Infrastrukturen“). Den Studiengang tragen alle sechs Fakultäten gemeinsam: Bauwesen, Elektrotechnik, Informatik, Informationsmanagement, Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften. „Die Sicherheitslage hat sich verändert. Energie, Wasser, Verkehr, Logistik und digitale Netze stehen aufgrund der geopolitischen Spannungen unter Druck. Wir brauchen generalistische Fachleute, die diese Systeme verstehen, schützen und im Krisenfall steuern. Diese bilden wir ab nächstem Wintersemester aus“, sagte Beck.

Sichere KI-basierte Systeme
Ebenfalls zum Wintersemester 2027/28 läuft der Masterstudiengang Sichere KI-basierte Systeme an der HKA an, der sich explizit Fragen der KI-Safety und -Security widmet. Er bietet Ingenieurinnen und Ingenieuren die Möglichkeit, Fähigkeiten zu erlangen, die die geänderten Anforderungen des Arbeitsmarktes von künftigen Fachkräften verlangen. Die Studierenden lernen, Sicherheits- und Vertrauenseigenschaften holistisch, also ‚by design‘, in die von ihnen entwickelten Systeme zu integrieren. „Mit dem neuen Studiengang decken wir das Zukunftsthema KI ganzheitlich ab,“ so Beck, „indem wir neben der reinen Entwicklung der Leistungsfähigkeit von KI auch den verantwortungsvollen Umgang mit ihr unter Sicherheitsgesichtspunkten in den Blick nehmen.“

Automotive / Aerospace Engineering
Die Automobil- sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie stehen vor tiefgreifenden Umbrüchen. Klimaschutz, Digitalisierung und zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck erfordern neue Mobilitätskonzepte und innovative Technologien. Gleichzeitig stehen die technologische Souveränität und die Sicherung industrieller Wertschöpfung in Deutschland und Europa angesichts geopolitischer Veränderungen auf dem Spiel. Mit dem neuen Bachelor- und Masterstudiengang Automotive / Aerospace Engineering qualifiziert die HKA Fachkräfte für die Entwicklung intelligenter, vernetzter und zukunftsfähiger Mobilitäts- und Luftfahrtsysteme. Das MWK unterstützt diesen Studiengang mit einer Transformationsprofessur („Airworthiness Engineering“). 

Mit den vier neuen Studiengängen unterstützt die HKA die Sicherung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Neben den Studiengängen mit Transformationsprofessuren führt die HKA zum Wintersemester 2027/28 noch den Bachelorstudiengang Transformationsmanagement ein, der die Studierenden befähigt, den sich beständig ändernden und hochkomplexen Arbeitsmarkt des 21. Jahrhunderts innovativ zu gestalten und so Wertschöpfung und Wohlstand auch unter kritischen Bedingungen zu ermöglichen. Der Masterstudiengang Informationsdesign ab Wintersemester 2027/28 komplettiert das Paket neuartiger Studiengänge der HKA ab dem kommenden Jahr und vermittelt Kompetenzen in der Aufarbeitung von Daten in einem von Informationsübersättigung geprägten Alltag.  „Die Richtung unserer Studiengänge und Forschung gibt unser Leitbild vor. Die HKA versteht sich als Entwicklerin zukunftsweisender Technologien, Garantin von Verantwortung und Nachhaltigkeit, Gestalterin von Transformation und Vermittlerin zwischen Technik und Gesellschaft. Nach diesen Rollen berufen wir. Dass wir mit unserer strategischen Neuausrichtung richtig liegen, belegen die Immatrikulationszahlen in den Ingenieurswissenschaften, die seit langem wieder am Steigen sind, entgegen des bundesweiten Trends“, fasst die HKA-Rektorin zusammen.

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